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Gastbeitrag Commerzbank Research · 14. Juni 2017

TecDAX: im Korrekturmodus

Zwei Hände malen Linien in einen Chart
Quelle: Semisatch/Shutterstock
Der Auftakt in die laufende Handelswoche war für den Tec-DAX alles andere gut. Im Sog der NASDAQ rutschte auch der deutsche Tech-Index empfindlich ab. Wenngleich sich der Index schon wieder erholen konnte stellt sich die Frage: Und jetzt?

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Der TecDAX bewegt sich in einem intakten mittel- und langfristigen Aufwärtstrend. Ausgehend vom im März 2009 bei 400 Punkten markierten zyklischen Tief haussierte der Technologieindex bis auf ein am 2. Juni gesehenes 16-Jahres-Hoch bei 2.329 Punkten. Seither befindet er sich im Korrekturmodus. Mit dem Erreichen des am Montag markierten Tiefs bei 2.237 Punkten hat sich die zuvor extrem überkaufte Lage in den markttechnischen Indikatoren auf Basis des Tagescharts bereits abgebaut.

Break würde korrektiven Abwärtstrend brechen

Im gestrigen Handel formte der Index eine Bullish-Harami-Kerze. Diese eröffnet grundsätzlich die Möglichkeit einer weitergehenden Erholung. Allerdings befinden sich bereits bei 2.290 Punkten, 2.300 Punkten und bei 2.310 Punkten kurzfristig bedeutsame Widerstände. Erst mit einem Break über die letztgenannte Hürde würde der korrektive Abwärtstrend gebrochen und es könnte von einer unmittelbaren Fortsetzung der übergeordneten Aufwärtsbewegung ausgegangen werden.

Die nächsten Ziele

Mögliche nächste Ziele auf der Oberseite lauten dann 2.329 Punkte und 2.356 Punkte. Mit Blick auf den am Montag erfolgten Bruch der steilen Aufwärtstrendlinie vom April-Tief und aufgrund der immer noch sehr überkauften markttechnischen Situation auf Basis des Wochencharts muss unterhalb von 2.310 Punkten eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für eine Ausdehnung der laufenden Abwärtskorrektur unterstellt werden. Ein entsprechendes kurzfristiges Anschlussverkaufssignal entstünde unterhalb des Tiefs bei 2.237 Punkten. Potenzielle Abwärtsziele lauten 2.165/2.173 Punkte sowie 2.130/2.140 Punkte. Erst darunter würde sich auch das mittelfristige Chartbild beginnen einzutrüben.

Quelle: Commerzbank AG