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Die Analystenkommentare der Woche · 16. Juni 2017

Dialog Semiconductor: Profiteur des neuen iPhones?

Rückansicht eines iPhones
Quelle: Hadrian/Shutterstock
Im Fokus der Analysten standen in diesen Tagen einige Aktien die zuletzt eher schwere Zeiten hinter sich haben. Doch geht es nach den Analysten, dürfte diese im Fall von Dialog und Bilfinger nun vorüber sein.

-von Thomas Zuleck, Börse Stuttgart News Redaktion-
Das Investmenthaus Mainfirst hält die jüngsten Kursturbulenzen bei Dialog Semiconductor für übertrieben. Wenngleich Analyst Jürgen Wagner sein Kursziel für den TecDAX-Konzern, leicht, auf 50 Euro gesenkt hat, so kritisiert er dennoch eine immer größere Bewertungskluft innerhalb der Branche: "Die Bewertungskluft zu den Aktien der Wettbewerber in der Halbleiterbranche hat ein extrem hohes Niveau erreicht", schrieb Analyst Jürgen Wagner und stufte das Papier des Apple-Zulieferers von "Neutral" auf "Outperform" hoch. Dialog musste zwar auch im Zuge der jüngsten NASDAQ-Turbulenzen Federn lassen, allerdings sind diese Verluste weitestgehend bereits wieder egalisiert. Weitaus schwerer könnte da schon die Entscheidung von Apple nachwirken, künftig eigene Technologien für Grafikchips einsetzen zu wollen. Doch dies könnte noch zwei Jahre dauern. Kurzfristig sollte, so Wagner, die Dialog-Aktie von der Einführung des neuen iPhones profitieren. Dort sei deutlich mehr Technik von Dialog verbaut, was den Aktien helfen sollte, schrieb der Mainfirst-Experte. Abseits aller geschäftlichen Entwicklungen bleibe Dialog Semiconductor zudem ein immer noch attraktiver Übernahmekandidat. Vor allem das zunehmende Engagement chinesischer Investoren könnte Apple mittelfristig ein Dorn im Auge sein. So dürfte der iPhone-Hersteller kaum ein Interesse an einem Wissenstransfer in Richtung Nahost haben. Insofern scheint nicht ausgeschlossen, dass sich auch Apple verstärkt bei Dialog engagiert. Geld genug wäre vorhanden.

Berenberg sieht Kursziel von Siemens-Aktie bei 140 Euro

Die Privatbank Berenberg hat ihre Kaufempfehlung für die Siemens-Aktie bestätigt. Das Kursziel bleibt bei 140 Euro ebenfalls unverändert. Analyst Simon Toennessen schreibt in einer Studie von Mittwoch, dass insbesondere die kurzzyklische Nachfrage in der Sparte Digital Factory weiterhin solide bleiben sollte. Zudem ist Toennessen zunehmend zuversichtlich, dass der Industriekonzern die angesichts des zunehmenden chinesischen Wettbewerbs notwendige Konsolidierung im Bahnbereich initiieren werde.

JP Morgan belässt Deutsche Telekom auf "Overweight"

JP Morgan belässt die Deutsche Telekom auf „Overweight“. Analyst Akhil Dattani sieht den Sektor zwar zunehmenden Risiken ausgesetzt, dennoch betrachtet er die diesjährigen Gewinnperspektiven als robust. Aus Sicht von Dattani dürften Anleger angesichts der jüngsten Kursrally etwas skeptischer werden. Zudem lassen sich die Folgen der gefallenen Roaming-Gebühren nur schwer abschätzen.

Bilfinger: Nach Kursturbulenzen wieder ein "Kauf"?

Nach den jüngsten Kursverlusten sieht die DZ Bank in Bilfinger wieder einen „Kauf“. Gleichzeitig hob Analyst Thorsten Reigber sein Kursziel von 40 auf 41 Euro an. Aus Sicht von Reigber befinde sich der Industriedienstleister mit seiner Restrukturierung aktuell auf einem guten Weg. Allerdings meint er auch, dass Anleger durchaus etwas Geduld mitbringen müssten. So befände sich die Restrukturierung im Augenblick noch in einem sehr frühen Stadium. Insofern sei noch ein weiter Weg zu gehen.