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Gastbeitrag Commerzbank Research · 16. Juni 2017

DAX: Erholung vom Support

Candlestick-Chart auf einem Monitor
Quelle: Kanyapak Lim/Shutterstock
Der Kursrücksetzer im Verlaufe des gestrigen Handelstages versetzte dem ein oder anderen Anleger einen kleinen Schreck. Doch aus technischer Sicht scheint nicht besonders viel passiert. Auf diese Marke kommt es nun jedoch an.

Der DAX knüpfte gestern im frühen Handel nahtlos an die vom Rekordhoch des Vortages bei 12.921 Punkten gestartete Abwärtsbewegung an und verletzte dabei eine Reihe kurzfristig relevanter Unterstützungen. Im Tief rutschte das Aktienbarometer bis auf 12.621 Punkte. Dort – knapp oberhalb der vom 18. Mai ausgehenden Aufwärtstrendlinie – kam Kaufinteresse in den Markt und der Index konnte sich im späten Geschäft bis knapp über die 200-Stunden-Linie erholen.

Eintrübung des Chartbildes wurde gerade noch verhindert

Dank der späten Erholungsrally konnte eine Eintrübung des mittelfristigen Chartbildes noch einmal verhindert werden. Mit dem Schlusskurs erreichte der Index das 23,6%-Retracement des impulsiven Abverkaufs vom Rekordhoch. Eine Ausdehnung der Erholung in Richtung 12.715-12.736 Punkte erscheint im frühen Handel möglich. Erst mit einem signifikanten Stundenschluss oberhalb dieser Zone würde sich das kurzfristige Bild leicht entspannen.

Potenzielle Hürden

Potenzielle Hürden darüber befinden sich bei 12.768/12.771 Punkten, 12.806/12.821 Punkten und 12.850/12.857 Punkten. Es bedarf eines Breaks über das Rekordhoch bei 12.921 Punkten, um die mittelfristige Zielzone 13.000-13.237 Punkte unmittelbar zu reaktivieren. Mit Blick auf die Unterseite würde ein nachhaltiger Rutsch unter den Support bei 12.610-12.621 Punkten das kurz- und mittelfristige Chartbild eintrüben. Potenzielle Zielbereiche bei 12.478-12.530 Punkten und 12.376-12.414 Punkten würden dann in den Blick rücken.

Quelle: Commerzbank AG