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Marktbericht update von 16:00 Uhr · 20. März 2017

Neuer DAX-Rekord! Schlägt's bald "13"?

Geschäftsmann als Hürdenläufer
Quelle: vectorfusionart / Shutterstock.com
Erst am 14. Juni hatte das deutsche Börsenbarometer mit 12.921 Punkten eine neue Bestmarke erreicht. Und heute legten die Investoren nach, so dass der DAX gleich am Morgen mit 12.951 Zählern abermals ein Rekordhoch erreichte.

NEWS AUS DEM HANDEL 2:29min, 20. Juni 2017, 15:54 Uhr
- Holger Scholze / Andreas Groß, Börse Stuttgart TV News Redaktion -
Schon gestern hatte es an der Wall Street neue Allzeithöchststände gegeben. So stießen sowohl der Dow-Jones- als auch der breiter gefasste S&P-500-Index bereits auf unbekanntes Terrain vor.
Für Auftrieb sorgte vor allem die Erholung der US-Technologiewerte. Anleger griffen wieder verstärkt bei High-Tech-Aktien zu, nachdem diese zuletzt wegen der Furcht vor einer Überbewertung unter Druck geraten waren.
Die Stabilisierung der Tech-Werte machte sich auch in Asien bemerkbar. Gemeinsam mit der für den japanischen Export günstigen Yen-Schwäche trieb sie den NIKKEI-225-Index in Tokio um 0,8 Prozent auf 20.230 Punkte und damit den höchsten Stand seit fast zwei Jahren.
Der deutsche Aktienmarkt nahm diesen Schwung mit. So kletterte der DAX sofort nach Handelseröffnung zunächst bis auf 12.951 Punkte. Damit nähert sich der Leitindex nun der psychologisch wichtigen Marke von 13.000 Zählern immer stärker an.
Allerdings gaben die Notierungen zur Eröffnung des heutigen US-Handels wieder nach. Die wichtigsten amerikanischen Börsenindizes starteten etwas tiefer in den Tag.
Und auch der DAX zog sich nun etwas zurück und lag bei 12.880 Punkten sogar mit 0,1 Prozent im Minus.
Der Euro leidet unter dem wieder stärker tendierenden US-Dollar. Die Aussicht auf eine weitere geldpolitische Straffung in den USA hatten dem "Greenback" schon gestern Rückenwind verliehen. Der Kurs des Euro geriet im Gegenzug unter Druck und stand zuletzt bei 1,1145 US-Dollar.

Erholung der Tech-Werte treibt Samsung auf Rekordhoch

Die Aktien des südkoreanischen Technologiekonzerns Samsung haben heute Morgen ihren jüngsten Höhenflug fortgesetzt.
Die Papiere des Apple-Rivalen stiegen um bis zu 3,14 Prozent auf 2,4 Millionen Won (rund 1936 Euro) und waren damit so teuer wie noch nie. In den vergangenen zwölf Monaten stiegen die Samsung-Aktien um rund 70 Prozent.
Damit konnte der südkoreanische Konzern in puncto Börsenwert den Abstand zu Apple etwas reduzieren. Allerdings ist in diesem Zeitraum auch der Apple-Aktienkurs um etwas mehr als die Hälfte gestiegen. Damit liegt die Marktkapitalisierung von Apple jetzt bei rund 762 Milliarden Dollar.
Zum Vergleich: Samsung kommt trotz des Kursanstiegs im vergangenen Jahr umgerechnet auf gerade einmal rund 282 Milliarden Dollar.

Boeing will stärker im profitablen Ersatzteilegeschäft mitmischen

Der US-Flugzeughersteller Boeing will künftig mehr Geld mit Ersatzteilen und Wartungsdiensten verdienen.  Damit würde Boeing in direkte Konkurrenz zu einigen ihrer Zulieferer treten.
Bislang bietet Boeing nach eigenen Angaben gerade mal für etwa acht Prozent seiner rund 10.000 im Betrieb befindlichen Verkehrsflugzeuge Ersatzteile und Service an.
Es ist Boeing schon seit Jahren ein Dorn im Auge, dass andere Firmen mit dem Ersatzteilegeschäft gutes Geld verdienen.
Nun will Boeing nachziehen und den Umsatz in diesem Bereich auf 50 Milliarden US-Dollar mehr als verdoppeln. Es wäre ein lukrativer Schritt, der auch der Gewinnmarge von gegenwärtig rund zehn Prozent auf die Sprünge helfen soll.
Vorbild für Boeing sind die Triebwerkshersteller, die mit dem Verkauf der Flugzeugtriebwerke weniger Geld verdienen als mit dem späteren Wartungs- und Ersatzteilegeschäft.

GM baut wegen geringerem Pkw-Absatz etwa 1.000 Stellen ab

Der US-Autokonzern General Motors (GM) baut wegen der stark rückläufigen Nachfrage nach Autos rund 1.000 Stellen ab. In einem Werk in Kansas City wird nur noch in zwei statt drei Schichten gearbeitet.
Das Wall Street Journal hatte in der vergangenen Woche berichtet, dass GM die traditionelle Sommerpause in der Produktion verlängert und auch Entlassungen wahrscheinlich seien.
Das Werk in Kansas City baut nur ein Modell, den Mittelklassewagen Chevrolet Malibu - ein Marktsegment, das zurzeit rapide schrumpft. Angesichts günstiger Spritpreise und vieler neuer Modelle auf dem Markt entscheiden sich Kunden eher für Crossover-Modelle. Der Malibu-Absatz brach in diesem Jahr bis einschließlich Mai um 30 Prozent ein.
In den vergangenen sieben Monaten hat GM den Abbau von mehr als 5.000 Arbeitsplätzen in einem halben Dutzend Werken in den USA angekündigt. Bei anderen Fabriken, etwa für Pickup-Trucks und SUV, ist der Konzern dagegen im Wachstumsmodus.

ProSiebenSat.1 verkauft Online-Reisebüro Etraveli an CVC

Der Medienkonzern ProSiebenSat.1 trennt sich von einem Teil seines Reisegeschäfts. Das Online-Reisebüro Etraveli wird an den Finanzinvestor CVC verkauft. Das Unternehmen habe eine Bewertung von 508 Millionen Euro. ProSiebenSat.1 hatte Etraveli erst im November 2015 für eine Unternehmensbewertung von 235 Millionen Euro erworben. Die Erlöse aus der Veräußerung sollen überwiegend in das weitere Wachstum investiert werden.