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Traderfox-Kolumne · 20. Juni 2017

Gute Reise wünscht Frankfurt

Logo von Fraport am Frankfurter Flughafen
Quelle: Vytautas Kielaitis/Shutterstock
Der Frankfurter Flughafenbetreiber ist im Qualitätsindex QIX von TraderFox enthalten. Das Unternehmen glänzt mit hoher Kontinuität, sicheren Cashflows und Dividenden.

-von Tim Schäfer-
Andere Flughäfen in der Umgebung haben es aufgrund der Vormachtstellung schwer zu konkurrieren. Es handelt sich um eine typische Burggraben-Aktie. Der Kurs erklimmt ein Top nach dem nächsten. Aktuell kostet das Papier 71,60 EUR.

Discounter Ryanair und Wizz Air im Anflug

Vorstandschef Stefan Schulte peilt in Frankfurt dieses Jahr 2 bis 4 % mehr Fluggäste an, was ein starkes Plus ist nach einer langen Flaute. Hoffnung machen ihm die Billigflieger. Ryanair oder Wizz Air werden ab dem Sommer erstmals in Frankfurt den Betrieb aufnehmen. Ryanair dürfte auf großes Interesse stoßen. Nun kann Fraport endlich den Bau der umstrittenen Nordwest-Landebahn zu Geld machen. Lange Zeit wurde sie kaum genutzt. Und Flughafengegner kritisierten Fraport scharf, weil die Auswertung der Flugdaten zeigte, dass sie gar nicht gebraucht wird. Nun dürfte sich das schlagartig mit dem Kundenliebling Ryanair ändern.
Der Höhenflug der Fraport-Aktie dürfte sich also in den Folgejahren fortsetzen, weil der Billigflieger wie ein Magnet auf Passagiere wirkt. Ryanair hat angekündigt, zum Winter 2017/18 das Angebot am größten deutschen Airport auszubauen. Es wird damit gerechnet, dass weitere Discounter nachziehen werden. Vielleicht möchte EasyJet fortan in Frankfurt landen? Der wichtigste Fraport-Kunde, die Lufthansa, ist selbstverständlich verärgert über die neue Konkurrenz. Der Kranich hat seinen Widerstand angekündigt. Doch dürfte sich Fraport kaum umstimmen lassen, wobei auf die Lufthansa bis dato immerhin 60 % aller Gäste entfallen.

14 Regionalflughäfen in Griechenland abgestaubt

Jedenfalls werden neue Anbieter die Taschen von Fraport füllen. Aber nicht nur hier. Die Hessen sind weltweit präsent. In Peru, Bulgarien und neuerdings in Griechenland. Fraport hatte 14 griechische Regionalflughäfen 2014 gekauft. Der Kaufpreis belief sich auf 1,2 Mrd. EUR. Der Deal hat sich allerdings verzögert. Nun kam aber die Transaktion zustande. Das teilte die griechische Regierung mit. Es gibt also keine Verzögerungen mehr. Die strittigen Punkte seien alle geklärt.
 
Fraport erhält in Griechenland für 40 Jahre Konzessionen. Der Deal mit Athen kann sich zu einer Gelddruckmaschine entwickeln. Denn es beinhaltet die zweitgrößte Stadt Thessaloniki, die Hafenstadt Kawara. Und weitere Touristenstädte wie Samos, Korfu, Santorini, Rhodos, Kreta, Kos, Mykonos, Kefalonia oder Lesbos. Griechenland profitiert vom gescheiterten Putsch in der Türkei. Und einer Anschlagsserie. Die Unsicherheit treibt die Touristen nach Griechenland, das als sicherer gilt.
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