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Historischer Moment: Aufnahme in MSCI · 21. Juni 2017

China erhält Ritterschlag internationaler Börsenprofis

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China hat einen wichtigen Prestigeerfolg errungen, der zusätzliche Milliarden-Anlagen ins Land locken dürfte. Die Wirtschaftsmacht schaffte im vierten Versuch die Aufnahme in den vielbeachteten MSCI-Aktienindex für Schwellenländer

Der Indexbetreiber bezieht ab August 222 ausgewählte sogenannte A-Aktien in die Berechnung des 1,5 Billionen Dollar schweren Index mit ein, wie MSCI am Dienstag mitteilte. Investoren führten dies darauf zurück, dass die Regierung in Peking in den vergangenen Jahren ihre Märkte für Kapital aus dem Ausland geöffnet habe. Die zuständige chinesische Behörde begrüßte den Schritt. Dieser spiegle das Vertrauen der internationalen Investoren in die Stabilität des heimischen Finanzmarktes wider.

Lange Verhandlungen

In den vergangenen drei Jahren war die Volksrepublik mit dem Antrag abgeblitzt, weil MSCI den eingeschränkten Zugang von Investoren zum chinesischen Kapitalmarkt sowie die häufigen Unterbrechungen beim Aktienhandel kritisch sah.
Doch der Indexbetreiber ermöglichte den Schritt im März durch eine Neuerung: Er ließ lediglich die Aktien zu, die die erforderlichen Bedingungen erfüllten, die anderen blieben zunächst außen vor.

Langfristiges Potenzial

Bei den nun aufgenommenen Werten handelt es sich um große Finanz- und Industriefirmen, viele von ihnen im Besitz des Staates. Durch den Schritt dürften nach MSCI-Berechnungen zunächst etwa 17 bis 18 Milliarden Dollar an Kapital in chinesische Aktien fließen - Langfristig, wenn der chinesische Markt vollständig aufgenommen ist, könnten es mehr als 340 Milliarden Dollar sein. A-Aktien sind Wertpapiere von Unternehmen, die in der chinesischen Währung Yuan gehandelt werden. Ursprünglich konnten die Titel nur von Bürgern aus China gehandelt werden. Mittlerweile ist eine Auswahl auch für Investoren aus dem Ausland offen. An den Börsen in Shanghai und Shenzhen gibt es auch B-Aktien, die in ausländischen Währungen gehandelt werden.

Experten positiv

Experten bewerteten die Aufnahme chinesischer Papiere in den Index positiv. MSCI bezieht in seine Schwellenländer-Berechnungen bereits länger chinesische Aktien ein, die an den Börsen in Hongkong und den USA gehandelt werden.