Nachrichten

Angriff auf Tesla · 29. Juni 2017

BMW: Pläne für Elektro 3er

bmw-logo-motorhaube-detail
Radu Bercan / Shutterstock.com
Beitrag teilen
BMW will seine Palette von E-Fahrzeugen erweitern und dem Konkurrenten Tesla mit dessen Model 3 Paroli bieten. Die Elektroversion des neuen 3er Modells soll im Herbst auf der IAA vorgestellt werden.

BMW investiert Milliarden in seine Elektroautos, verdient damit aber noch wenig Geld und muss deshalb an anderer Stelle kräftig sparen.
Finanzvorstand Nicolas Peter sagte am Mittwoch in München, der Konzern wolle in diesem Jahr insgesamt rund 100 000 E-Autos und Plug-in-Hybride verkaufen.
Damit sei BMW zwar profitabel, jedoch weniger als mit Benzin- und Dieselmodellen: "Die Profitabilität ist eine Herausforderung", räumte Peter ein.
 

Hohe Kosten für Forschung und Entwicklung

Zugleich steigen auch die Ausgaben für Forschung und Entwicklung kräftig. Von 5,2 Milliarden Euro im vergangenen Jahr sollen sie auf annähernd 6 Milliarden im laufenden Jahr und in den zwei nächsten Jahren steigen.

Elektoautos quasi "Chefsache"

Zentrales Thema sei die Elektrifizierung, sagte Peter. Um den angepeilten Gewinnanteil von 8 bis 10 Prozent vom Umsatz zu halten, müsse BMW bei der Vielfalt sparen.
"Wir haben zum Beispiel über 100 Lenkräder im Angebot", sagte der Finanzchef. Was nur von wenigen Kunden nachgefragt werde, "das muss zusammengestrichen werden".
Auch andere Autobauer wie Volkswagen wollen durch eine Verringerung einzelner Ausstattungsvarianten schlanker werden.

Konter gegen Tesla

Gleichzeitig will BMW seine Palette von E-Fahrzeugen permanent erweitern.
Zusätzlich zu bereits bekannten Vorhaben bereitet der Konzern nach Informationen des "Handelsblatts" die Elektroversion seines Volumenmodells 3er Reihe vor.
Der neue Stromer soll im Herbst auf der IAA in Frankfurt vorgestellt werden.
Damit will BMW dem US-Elektroautobauer Tesla mit dessen Model 3 Paroli bieten.

Flexibel bleiben

Generell würden Elektroautos mit wachsenden Stückzahlen auch profitabler werden, schätzte Peter. Aber ob ihr Verkaufsanteil im Jahr 2025 bei 10 oder 25 Prozent liegen werde, "weiß keiner".
Deshalb müsse BMW sehr flexibel sein und weiterhin auch in die Verbesserung der Benzin- und Dieselmotoren investieren. In Europa und in den USA seien Verbrennungsmotoren auf absehbare Zeit unverzichtbar.
Zur Flexibilität gehöre auch, dass jedes BMW-Werk Diesel-, Benzin- und Elektromotoren in die Autos einbauen könne.
agr/BSTV