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Marktbericht: update von 16:45 Uhr · 04. April 2017

DAX zwischen Hoffen und Bangen

Portrait einer jungen Dame
Quelle: Flotsam / Shutterstock.com
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Der Euro pendelt zwischen 1,13 und 1,14 US-Dollar. Der DAX zeigt sich kaum verändert im Bereich von 12.475 Punkten. Ein weiterer Raketentest in Nordkorea sorgt für Unruhe. Die US-Börsen bleiben heute geschlossen.

NEWS AUS DEM HANDEL 3:09min, 04. Juli 2017, 10:19 Uhr
- von Holger Scholze, Börse Stuttgart TV Nachrichtenredaktion -
Viele Börsianer stellen sich die Frage, ob die jüngste Korrektur weiterlaufen werde oder ob der DAX bald wieder nach oben laufe. Es ist eine gewisse Unentschlossenheit zu spüren.
Das kann aber auch daran liegen, dass die US-Börsen aufgrund des Feiertags "Independence Day" heute geschlossen bleiben.
Der DAX notiert aktuell unverändert bei 12.475 Punkten.
Besorgniserregend ist ein weiterer Raketentest in Nordkorea. Nach eigenen Angaben habe man erfolgreich eine Interkontinentalrakete getestet, die möglicherweise die USA erreichen könnte. Das Geschoss habe eine Höhe von 2.802 Kilometern erreicht und sein Ziel nach 39 Minuten Flugzeit genau getroffen. Die Regierungen in den USA und Japan verurteilten den Start der Trägerrakete, welcher vermutlich demonstrativ auf den amerikanischen Unabhängigkeitstag gelegt wurde. Höchstwahrscheinlich werden die wachsenden Spannungen mit Nordkorea auch ein wichtiges Thema auf dem bevorstehenden G20-Treffen in Hamburg sein.

Spekulationen auf neues Gebot für Stada

Die Stada-Story ist immer noch heiß. Offenbar planen die Finanzinvestoren Bain Capital und Cinven einen neuen Anlauf, um den Arzneimittelhersteller zu übernehmen.
Angeblich sollen sie einen Antrag auf Befreiung der einjährigen Sperrfrist zur Abgabe eines neuen Übernahmeangebots erwägen. Kürzlich waren die beiden Interessenten mit ihrer Offerte über 66 Euro je Aktie gescheitert, weil sie nicht die erforderliche Anzahl der Aktionärsstimmen für den Deal erhalten haben.
Die Stada-Aktie kletterte heute um 2,4 Prozent auf 63,99 Euro.

Euro notiert auf tiefstem Stand seit sechs Tagen

Unsicherheiten über die künftige Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) belasteten den Devisenmarkt und damit auch den Euro. Die Gemeinschaftswährung verbilligte sich heute Morgen um 0,2 Prozent auf 1,1337 US-Dollar. Das war der tiefste Stand seit sechs Tagen. Aktuell liegt der Kurs bei 1,1344 US-Dollar.
Hintergrund der Nervosität ist wohl, dass einige Währungshüter wegen der heftigen Marktreaktionen auf eine Rede von EZB-Präsident Mario Draghi vor einer Woche etwas aufgeschreckt worden.
Offensichtlich fragen sich einige Notenbanker, ob es sinnvoll sei, bei dem Ratstreffen im Juli die Option auf eine Verlängerung und/oder Ausweitung der billionenschweren Anleihenkäufe aus dem Ausblick zu streichen. Möglicherweise scheinen sie jetzt kalte Füße zu bekommen.