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US-Autoabsätze rückläufig · 04. Juli 2017

VW legt gegen den Trend zu

VW steigert US-Absatz
Quelle: meowKa / Shutterstock
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Der amerikanische Automarkt befindet sich im Rückwärtsgang. Während General Motors und Ford im Juni weniger verkauften, konnte Volkswagen seinen Absatz steigern.

-Von Cornelia Frey, Börse Stuttgart TV Newsredaktion-
Mit 27.377 Fahrzeugen setzte die Kernmarke des deutschen Automobilherstellers 15 Prozent mehr ab als im entsprechenden Vorjahresmonat. Während die Verkäufe beim Passat litten, gab es bei der Golf-Serie und beim Jetta, dem meistverkauften Modell in den USA, starke Zuwächse.
Ein Absatzplus von 5,3 Prozent erzielte auch die VW-Oberklassetochter Audi. Sie lieferte im Juni 19.416 Neuwagen aus. Mercedes/Smart kamen auf ein Plus von 1,1 Prozent auf 32.328 Stück. Während die Kernmarke BMW mit 28.962 Fahrzeugen ein Zuwachs von 107 Autos vermeldete, wurden rund 500 weniger Minis verkauft.

GM und Ford nach Rekordjahr mit Absatzrückgang

Die US-Marktführer General Motors (GM) und Ford erlitten deutliche Absatzrückgänge um jeweils rund fünf Prozent. 2016 war für sie allerdings auch ein Rekordjahr. Rivale Fiat Chrysler wurde 7,4 Prozent weniger Neuwagen los.
Nachdem günstiger Sprit und niedrige Zinsen der Branche in den vergangenen Jahren Rekordverkäufe bescherten, stehen die Zeichen seit Jahresbeginn auf Abschwung. Nach Angaben von Branchenkennern versuchen die Autohersteller nun den Absatz durch Preisnachlässe und längere Laufzeiten für Kredite zum Fahrzeug-Kauf anzukurbeln.

Auto-Aktien im ruhigen Handel kaum verändert

Während BMW und Daimler am Dienstag weitestgehend auf der Stelle treten, legen die VW-Aktien gut ein Prozent zu. Auf Jahressicht hat die BMW-Aktie ein Plus von 22 Prozent erzielt, während der Konkurrent VW knapp 10 Prozent zulegte. Auf Sicht von drei Jahren steht wegen des Diesel-Skandals bei Europas größtem Autobauer aber ein Minus von rund 28 Prozent. Die Daimler-Aktie hat innerhalb der vergangenen 12 Monate über 16 Prozent zugelegt, liegt damit aber leicht unter der DAX-Performance.