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Marktbericht am Morgen, um 7:30 Uhr · 12. April 2017

DAX: Ringen um 12.500 Punkte

DAX - Support gebrochenf
Quelle: WHYFRAME / Shutterstock
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Dank der deutlichen Erholung der Wall Street seit Börsen-Schluss in Deutschland dürfte der Dax am Mittwoch zunächst zulegen. Händler taxieren den Leitindex am Morgen 0,3 Prozent fester auf 12 477 Punkte.

NEWS AUS DEM HANDEL 2:28min, 11. Juli 2017, 16:36 Uhr
von Andreas Groß, Börse Stuttgart TV Nachrichtenredaktion
Damit winkt dem Dax ein weiterer Test der Marke von 12 500 Punkten, an der er zuletzt ausgebremst worden war.
Der US-Leitindex Dow Jones Industrial ist den zweiten Tag in Folge quasi auf der Stelle getreten. Im Handelsverlauf am Dienstag hielten allerdings politische Nachrichten die Anleger auf Trab. So setzten zunächst Sorgen über eine Verschärfung der Affäre rund um eine mutmaßliche Einmischung Russlands in den US-Wahlkampf die Kurse kurz unter Druck. Für Erleichterung sorgte dann aber, dass die Republikaner im US-Senat die Sommerpause der Kammer verschoben, um mehr Zeit für wichtige Gesetzesvorhaben zu bekommen.
An Asiens Börsen ist es am Mittwoch zumeist abwärts gegangen vor dem Hintergrund der politischen Unsicherheiten in den USA.
In Japan fielen die Kurse, nachdem der Yen zugelegt hatte. Das erschwert den Exporteuren das Geschäft. Dagegen ging es in Hongkong weiter aufwärts.
Die Kurse in Festland-China bewegten sich nur wenig.
Die Ölpreise sind am Mittwoch im frühen Handel gestiegen. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September 48,21 US-Dollar. Das waren 69 Cent mehr als am Dienstag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur August-Lieferung stieg um 75 Cent auf 45,79 Dollar.
Der Eurokurs hat seine Gewinne aus dem Wall-Street-Handel bis zum Mittwochmorgen weiter ausgebaut und läuft nun auf 1,15 US-Dollar zu. Zum einen hat sich die Russland-Affäre rund um US-Präsident Donald Trump verschärft, was den Dollar belastet, zum anderen bekam der Euro Rückenwind durch die robuste Konjunktur in der Eurozone. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,1486 US-Dollar. Das ist der höchste Niveau seit Mai 2016. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Dienstagnachmittag noch auf 1,1405 (Montag: 1,1387) Dollar festgesetzt.

Bilfinger im Fokus

Mit einem leichten Minus hat sich die Bilfinger-Aktie im nachbörslichen Handel am Dienstag gezeigt. Notwendige Vorsorgen für Altprojekte in den USA drücken auf das Ergebnis des Industrie-Dienstleisters. Das bereinigte EBITA wird demnach mit rund 55 Millionen Euro belastet. In der Summe ergäben sich allerdings keine negativen Auswirkungen auf Konzernergebnis und Liquidität, da andere Projekte mehr die US Schwäche auffangen.
Der Ausblick 2017 wurde bestätigt. Die Mittelfristziele blieben ebenfalls unverändert. Auch soll das Aktienrückkaufprogramm wie geplant im Herbst beginnen.
Die Aktie liegt am Morgen 1,4 Prozent niedriger bei 33,90 Euro.
Die Siltronic-Aktie wurde dagegen 5,5 Prozent höher getaxt. Der Waferhersteller erzielt weiterhin höhere Preise für seine Produkte und wird daher im Geschäftsjahr 2017 mehr umsetzen als bisher erwartet. Die höheren Preise hatten bereits Ende April das Unternehmen zu einer Prognoseerhöhung veranlasst.
Für die Aktie von Wacker Chemie ging es im Gefolge um 1,5 Prozent nach oben. Siltronic war ursprünglich eine 100-prozentige Tochter von Wacker Chemie.

Deutlich mehr Passagiere in Frankfurt

Der Frankfurter Flughafen hat im Juni vom frühen Beginn der Sommerferien profitiert. Wie die Betreibergesellschaft Fraport mitteilte, nutzten im vergangenen Monat 5,8 Millionen Fluggäste den Rhein-Main-Airport. Das waren 5,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Im ersten Halbjahr betrug das Wachstum 4,5 Prozent auf knapp 30 Millionen Fluggäste. Auch im Frachtgeschäft lief es besser: Das Cargo-Aufkommen stieg im Juni um 4,7 Prozent auf 188.256 Tonnen. Im ersten Halbjahr betrug das Plus 4,8 Prozent auf 1,1 Millionen Tonnen.

Syngenta: Kampfansage an Bayer und BASF

Der Schweizer Agrarkonzern Syngenta will mit seinem neuen Eigner Chemchina Konkurrenten wie Bayer oder BASF unter Druck setzen. Vor allem im Saatgutgeschäft wollen die Schweizer Boden gut machen. "In den nächsten fünf bis sechs Jahren wollen wir unseren Saatgutumsatz verdoppeln", so der Syngenta-Chef.
Damit wollen die Schweizer sich besonders gegenüber dem künftigen Branchenführer Bayer positionieren.