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Gastbeitrag Commerzbank Research · 14. Juli 2017

Opec-Prognose: Das droht dem Ölpreis in 2018!

Öl Förderung
Quelle: matthew25 / Shutterstock
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Die OPEC hat gestern erstmals Prognosen für 2018 veröffentlicht. Demnach soll die globale Ölnachfrage um 1,26 Mio. Barrel pro Tag steigen. Und das Angebot?

Die Ölpreise schwankten gestern kräftig, gingen letztlich aber wenig verändert aus dem Handel. Brent handelt am Morgen bei 47,7 USD je Barrel, WTI bei 45,5 USD je Barrel. Dies dürfte an den teilweise widersprüchlichen US-Lagerdaten gelegen haben. Die US Rohöllagerbestände verzeichneten in der letzten Woche einen Rückgang um 7,6 Mio. Barrel. Das war deutlich mehr als erwartet, lag aber im Rahmen des am Vorabend vom API gemeldeten Lagerabbaus. Unterstützt wurde der Lagerabbau durch geringere Importe und eine höhere Rohölverarbeitung. Dass die Benzinvorräte trotz der gestiegenen Raffinerietätigkeit um 1,6 Mio. Barrel fielen, war der robusten Benzinnachfrage geschuldet. Letztere näherte sich wieder den Saisonhöchstständen von Ende Mai und Mitte Juni. Dem stand der zweite deutliche Anstieg der Rohölproduktion gegenüber. Diese erreichte mit 9,4 Mio. Barrel pro Tag das höchste Niveau seit fast zwei Jahren.
Die OPEC hat gestern erstmals Prognosen für 2018 veröffentlicht. Die globale Ölnachfrage soll demnach um 1,26 Mio. Barrel pro Tag steigen. Das Nicht-OPEC-Angebot soll nur unwesentlich langsamer um 1,14 Mio. Barrel pro Tag zulegen. Der Bedarf an OPEC-Öl wird von der OPEC auf 32,2 Mio. Barrel pro Tag geschätzt. Die OPEC-Produktion stieg im Juni um fast 400 Tsd. auf 32,6 Mio. Barrel pro Tag, was nur gut zur Hälfte an Libyen und Nigeria lag. Auch Angola, der Irak und Saudi-Arabien erhöhten ihre Produktion merklich. Die OPEC produziert also schon jetzt mehr Rohöl als im nächsten Jahr benötigt wird. Der Ausstieg aus den Kürzungen dürfte sich daher als sehr schwierig erweisen.