Nachrichten

Marktbericht Montag 17:30 · 17. April 2017

Dax dreht trotz guter Vorgaben ins Minus

DAX - Support gebrochenf
Quelle: WHYFRAME / Shutterstock
Beitrag teilen
Die Kurse legen zum Beginn der neuen Handelswoche zunächst leicht zu. Gute Daten aus China stützen. Allerdings verlässt die Anleger bald der Mut und der Dax dreht ins Minus. Gea Aktien verlieren nach erneuter Gewinnwarnung deutlich.

NEWS AUS DEM HANDEL 2:07min, 17. Juli 2017, 16:07 Uhr
Stärkerer Rückenwind kommt allerdings mit neuen Rekordwerten von der Wall Street. Der günstige Dollar befeuert die gute Stimmung.
Doch die Kehrseite belasten die Stimmung beim Dax: Hier ist es die Sorge um den starken Euro.
Des Einen Freund - des Anderen Leid.
Die Anleger widmen sich in dieser Woche verstärkt der Berichtssaison in den USA, die langsam an Schwung gewinnt. Impulse dürfte es jedoch erst am Dienstag geben, wenn unter anderen die Bank of America , Goldman Sachs sowie der Technologiekonzern IBM und der Konsumgüter- und Pharmaproduzent Johnson & Johnson ihre Quartalszahlen vorlegen.
Am Donnerstag entscheidet die EZB über die Entwicklung der Zinslandschaft in Euroland.

China bleibt am Ball

Die chinesische Wirtschaft hat im zweiten Quartal mit einem stabilen Tempo zugelegt. Das Bruttoinlandsprodukt stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,9 Prozent und damit so schnell wie im ersten Quartal.
Auch die Industrieproduktion legte zuletzt deutlicher zu als erwartet, wie aus aktuellen Daten hervorgeht. Sie kletterte im Juni um 7,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Gea mit schwachen Zahlen

Gea hat die Unternehmensziele gesenkt - die Aktie steht mit sechs Prozent deutlich unter Druck.
"Es ist das vierte Quartal nacheinander, dass Gea enttäuscht und eine Gewinnwarnung ausgibt", monierte ein Händler. "Das wirft grundsätzliche Fragen über die Unternehmensführung und die Transparenz bei Gea auf."
Analyst Firdaus Ibrahim von S&P Equity Research sprach von schwachen Eckdaten für das zweite Quartal, welche die anhaltenden Schwierigkeiten des Unternehmens insbesondere im Geschäft mit der Milchindustrie belegten. Er senkte seine Gewinnschätzungen und wiederholte seine Verkaufsempfehlung für die Aktie.
Gea blickt nach einem durchwachsenen zweiten Quartal weniger optimistisch auf das Gesamtjahr:
Das operative Ebitda werde 2017 statt der bisher erwarteten 620 bis 670 Millionen Euro nur noch bei 600 bis 640 Millionen Euro liegen, teilte Gea am Wochenende mit. Der Umsatz soll hingegen wie bisher vorhergesagt moderat steigen

Vonovia expandiert

Vonovia will jährlich etwa 2000 neue Wohnungen in Eigenregie bauen. Er könne sich auch eine noch größere Zahl vorstellen, sagte Vorstandschef Buch der "WamS". "Aber erstmal müssen wir die entsprechenden Kapazitäten aufbauen." Er könne sich auch weitere Übernahmen vorstellen.
In diesem Zusammenhang gibt es weitere Nachrichten: Vonovia  bietet nach der Übernahme der Convert  deren restlichen Aktionären eine Barabfindung von 17,08 Euro pro Aktie.

Deutsche Bank auf dem Prüfstand

Die EZB-Bankenaufseher erwägen laut "SZ" eine Überprüfung der beiden Großaktionäre aus China und Katar. Es könne ein Inhaberkontrollverfahren geben.
Die beiden Teilhaber - die chinesische HNA und die Herrscherfamilie von Katar - kontrollierten zwar nur jeweils etwas weniger als zehn Prozent der Deutschen-Bank-Anteile, würden aber womöglich trotzdem erheblichen Einfluss ausüben.
Die Aufseher würden daher erwägen, ein solches Verfahren anzustoßen, obwohl das deutsche Kreditwesengesetz dies erst ab einem Anteil von zehn Prozent vorsieht.
Die EZB und die Deutsche Bank wollten sich nicht äußern.