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GEA auf Tauchstation · 17. Juli 2017

Gewinnwarnung drückt MDAX-Wert

Milchfabrik
Quelle: Lakeview Images / Shutterstock
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Höhere Kosten, schwache Auftragslage - für den Anlagenbauer GEA lief es im zweiten Quartal nicht rund. Mit der Vorlage der vorläufigen Zahlen gerät die Aktie am Montag unter Druck.

-Von Cornelia Frey, Börse Stuttgart TV Newsredaktion-
Mit schwächeren Zahlen im zweiten Quartal hat die GEA Group eine erneute Gewinnwarnung und eine Prognosesenkung für das Gesamtjahr 2017 veröffentlicht. Wie die vorläufigen Zahlen zeigen, konnte sich der Auftragseingang im zweiten Quartal mit rund 1.241 Millionen Euro kaum vom Vorjahreszeitraum (1.222 Millionen Euro) lösen. Der Umsatz lag mit 1.141 Millionen Euro leicht unter dem Vorjahr (1.157 Millionen Euro), das operative EBITDA mit rund 122 Millionen Euro sogar deutlich (145 Millionen Euro).
Nun hat die GEA die Erwartungen für das Gesamtjahr 2017 gesenkt: Anstelle von bisher 620 bis 670 Millionen Euro soll das operative EBITDA nun bei 600 bis 640 Millionen Euro liegen. Die endgültigen Ergebnisse des zweiten Quartals legt GEA am 26. Juli 2017 vor.

Aktie unter Druck

Knapp fünf Prozent verliert die MDAX-Aktie zum Start in die neue Handelswoche Die überraschende und vor allem erneute Gewinnwarnung hat den Aktionären die Stimmung verhagelt. Im Vorfeld hatten viele Analysten noch auf eine Besserung im Milchgeschäft gesetzt.
Im Oktober 2016 hatte GEA bereits überraschend die Jahresziele senken müssen. Anfang 2017 versuchte das Unternehmen wieder Vertrauen zurück zu gewinnen mit einem Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 450 Millionen Euro und einem besseren Ausblick für 2017.
Dies konnte der Aktie zunächst auch wieder Rückenwind verleihen. Innerhalb eines Jahres hat sie dennoch rund 16 Prozent verloren, während der Index der zweiten Börsenliga zulegen konnte. Entsprechend schwach fällt dann die relative Performance gegenüber dem MDAX mit einem Minus von knapp 40 Prozent auf Jahressicht aus.