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Marktbericht Donnerstag 17:30 Uhr · 20. April 2017

Unklarheit über EZB-Entscheid lässt Dax taumeln

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Tonktiti / Shutterstock.com
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Bleibt die EZB bei ihrer lockeren Geldpolitik - oder beginnt sie doch bald mit dem Ausstieg. Anleger waren sich heute in ihrer Bewertung der EZB Entscheidung und den Worten des EZB Präsidenten nicht einig. Dem starken Anstieg folgt Absturz

NEWS AUS DEM HANDEL 2:37min, 20. Juli 2017, 16:34 Uhr
-von Andreas Groß, Börse Stuttgart TV Nachrichten-
Alles beim alten – oder etwa doch nicht? Die Europäische Zentralbank (EZB) hält an der Option fest, im Notfall ihr in Deutschland umstrittenes Anleihen-Kaufprogramm erneut zu verstärken.
So zumindest das erste Verständnis bei den Anlegern.
Der Dax weitete zunächst seine Gewinne  aus bis auf 12.575 Punkte.
Doch dann meinten einige Experten doch zwischen den Zeilen gelesen zu haben, dass die EZB mit dem Tapern beginnt.
Und schon fiel der Dax sogar unter 12.400 Punkte – was für eine Talfahrt.
Unklarheit und Nervosität - keine gute Mischung an der Börse.

Börsengang von Lkw-Zulieferer Jost bringt 231 Mio Euro

Der Lkw-Zulieferer Jost-Werke hat im zweiten Anlauf den Sprung an die Börse geschafft. Das Unternehmen aus Neu-Isenburg bei Frankfurt teilte 8,57 Millionen Aktien zu je 27 Euro zu. Der Preis liegt in der unteren Hälfte der Spanne, die von 25 bis 31 Euro reichte. Der Börsengang ist damit bis zu 231 Millionen Euro schwer. Jost-Chef Lars Brorsen will am Donnerstag das Debüt des Herstellers von Anhänger-Sattelkupplungen und Stützwinden an der Frankfurter Börse feiern.
Vor knapp zwei Jahren hatte der bisherige Mehrheitseigentümer, der Finanzinvestor Cinven, den ersten Versuch, Jost an die Börse zu bringen, abgebrochen.
Bei Stützwinden und Sattelkupplungen ist Jost Weltmarktführer,, 2016 setzte der Konzern mit 2800 Mitarbeitern 634 Millionen Euro um.

SAP will Aktien für bis zu 500 Millionen Euro zurückkaufen

MÄRKTE & MACHER 12:45min, 20. Juli 2017, 14:29 Uhr
Der Softwareriese SAP will den Aktionären in diesem Jahr bis zu 500 Millionen Euro über den schon angekündigten Aktienrückkauf zukommen lassen. Diese Summe sei Dank eines Anstiegs der liquiden Mittel im ersten Halbjahr um ein Fünftel möglich, erklärte das Unternehmen am Donnerstag. Wegen anhaltend hoher Nachfrage nach dem Flaggschiffprodukt S4/Hana hob der Marktführer für Firmensoftware seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr um 100 Millionen Euro auf 23,3 bis 23,7 Milliarden Euro an. Das Softwarepaket baue seine marktführende Position rasch aus und erobere neue Branchen, erklärte Vorstandschef Bill McDermott. "Das ist ein Blockbuster", sagte er.
Im zweiten Quartal verdiente SAP operativ nicht ganz so viel wie von Analysten erwartet. Von April bis Juni sei das um Sondereinflüsse und Währungseffekte bereinigte Betriebsergebnis um drei Prozent auf 1,57 Milliarden Euro geklettert. Analysten hatten nach Umfragen von Reuters und Vara Research mit 1,59 Milliarden Euro gerechnet. Der Umsatz stieg hingegen etwas stärker als erwartet um neun Prozent auf 5,78 Milliarden Euro.

Telekom-Tochter T-Mobile US gewinnt überraschend viele Neukunden

Die US-Mobilfunktochter der Deutschen Telekom setzt ihren Wachstumskurs fort. T-Mobile US steigerte den Nettogewinn im zweiten Quartal um fast 160 Prozent auf 581 Millionen Dollar. Der Umsatz erhöhte sich um fast zehn Prozent auf 10,2 Milliarden Dollar. Der Konzern konnte mit 786.000 neuen Kunden deutlich mehr Amerikaner von seinen Angeboten überzeugen als von Marktforschern mit 607.000 prognostiziert. Die Aktie stieg im nachbörslichen Handel um 2,7 Prozent.

ABB kämpft im zweiten Quartal mit Gegenwind

Der Elektrokonzern ABB kommt nicht auf Touren. Höhere Rohstoffpreise und Überkapazitäten in der Branche drückten den operativen Gewinn im zweiten Quartal 2017 um sieben Prozent auf 1,042 Milliarden Dollar, wie das Schweizer Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Unter dem Strich verdiente ABB zwar mehr. Der Anstieg des Reingewinns um 29 Prozent auf 525 Millionen Dollar war aber vor allem geringeren Restrukturierungskosten geschuldet. Analysten hatten mit 580 Millionen Dollar etwas mehr erwartet.
Auch der kurzfristige Ausblick des Siemens-Rivalen fiel durchwachsen aus. Die Konjunkturlage und die geopolitischen Entwicklungen sorgten weiterhin für ein unsicheres Umfeld, hieß es. 2017 werde ein Übergangsjahr. Konzernchef Ulrich Spiesshofer will nun weiter an der Sparschraube drehen.