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Erstnotiz über dem Ausgabepreis · 20. Juli 2017

Lkw-Zulieferer Jost-Werke feiert erfolgreiches Börsendebüt

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bbernard / shutterstock.com
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Die Jost-Werke aus Hessen haben einen erfolgreichen Börsenstart gefeiert. Zwar lag der Ausgabepreis mit 27 Euro am unteren Rand der Preisspanne von 25 bis 31 Euro, doch lag die Erstnotierung mit 27,40 Euro dann darüber und klettert weiter.

-Von Andreas Scholz, Börse Stuttgart TV Newsredaktion-
Damit brachte die Emission, die von den Finanzinstituten JPMorgan, Deutsche Bank und Commerzbank begleitet wurde, insgesamt 231 Millionen Euro ein. Für den Hersteller von Anhängerkupplungen und Stützwinden war es bereits der zweite Anlauf auf das Börsenparkett. Er wird zum Ausgabepreis nun mit gut 400 Millionen Euro bewertet. Noch vor knapp zwei Jahren hatte der Finanzinvestor und Mehrheitsaktionär Cinven den ersten Versuch, das Unternehmen an die Börse zu bringen, abgebrochen.

Finanzinvestor macht Kasse

Nun kassiert Cinven bis zu 100 Millionen Euro und hat damit nach neun Jahren den Einstieg in den Ausstieg aus dem Engagement geschafft. Nach dem Börsengang werden sich 57,5 Prozent der Aktien in Streubesitz befinden. Dem Unternehmen selber wird aus dem Emissionserlös ein Betrag von rund 130 Millionen Euro zufließen. Damit soll dann der Schuldenstand weiter abgebaut werden. Ziel ist eine Halbierung des derzeitigen Schuldenstandes.

Jost setzt auf Trend zu überlangen Transportern

Bei sogenannten Stützwinden und Sattelkupplungen sind die Jost-Werke Weltmarktführer. Nur in den Vereinigten Staaten liegt der Wettbewerber SAF-Holland vor Jost. Jost setzt auf den anhaltenden Trend zu überlangen Schwertransportern mit Anhängern und mehreren Achsen. Einer der besonderen Hoffnungsmärkte , die das Wachstum in dieser Branche weiter ankurbeln soll, ist dabei China. Im Reich der Mitte wurden zuletzt strengere Vorschriften für Lkw eingeführt. Dies könnte den Markt weiter stützen. Im vergangenen Jahr hat der Jost-Konzern weltweit mit seinen 2.800 Mitarbeitern 634 Millionen Euro umgesetzt.