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Marktbericht Dienstag update 16:30 · 25. April 2017

Dax-Anleger wagen sich aus der Deckung – ifo auf Rekordhoch

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Ein starker ifo Geschäftsklimaindex und wieder erstarkte Bankwerte stützen heute den Dax. Selbst einEuro über 1,17 USD kann die Stimmung nicht trüben. Die Börse an der Wall Street startet ebenfalls freundlich.

NEWS AUS DEM HANDEL 3:15min, 25. Juli 2017, 10:32 Uhr
-Andreas Groß, Börse Stuttgart TV Nachrichten-
Die Stimmung in den Chefetagen deutscher Unternehmen ist im Juli erneut auf ein Rekordhoch gestiegen.
Der ifo Geschäftsklimaindex kletterte überraschend auf 116,0 Punkte von 115,2 Zählern im Vormonat.
Das Münchner Ifo-Institut befragt jeden Monat 7000 Managern in Deutschland zu ihrer Einschätzung der Lage und des Ausblicks.
Die gute Stimmung in den Chefetagen färbt heute ab auf den Aktienmarkt. Der Dax klettert knapp 100 Punkte – und das trotz eines Euro, der seit zwei Jahren wieder über 1,17 zum US Dollar geklettert ist.

Autobauer schlagen zurück

ANLEIHEN 2:35min, 25. Juli 2017, 10:53 Uhr
"Wir werden in Zukunft Elektroautos mit Reichweiten von bis zu 600 Kilometern anbieten können - zum Preis eines vergleichbaren Dieselfahrzeugs." – So Matthias Müller, CEO Volkswagen, heute in der Heilbronner Stimme. Sollte der Dieselskandal am Ende bewirken, dass sich die deutschen Autobauer bewegen und auch in Sachen Elektromobilität wieder international wettbewerbsfähig werden – dass sie wieder Technologieführer und Qualitätsführer werden? Dass sie Vertrauen zurückerarbeiten mit Leistung und Lieferung von Technik und Qualität? Dann muss sich Elon Musk bei Tesla warm anziehen. Die Gefahr allerdings ist, dass die Autobauer jetzt drei Schritte auf einmal machen, und dabei ins Stolpern geraten.
Nach gutem Start drehen die VW Aktien dann allerdings wieder und fallen ans Dax Ende zurück.

Rekordstrafe drückt Gewinn bei Google

Eine milliardenschwere Rekordstrafe der EU-Kommission hat dem Google-Mutterkonzern einen Gewinneinbruch eingebrockt. Im abgelaufenen Quartal brach der Überschuss verglichen mit dem Vorjahr um 28 Prozent auf 3,5 Milliarden Dollar ein. Der Umsatz stieg jedoch unter anderem dank eines boomenden Werbegeschäfts auf Smartphones und Tablets um 21 Prozent auf 26 Milliarden Dollar.
Zudem zahlte sich auch der Fokus auf die Video-Tochter YouTube aus.
Die Aktien tauchten rund drei Prozent ab und notieren wieder unter 1.000 Dollar.

Covestro macht Gewinnsprung - Preiserhöhungen geben Schwung

Preiserhöhungen geben der Bayer-Kunststofftochter Covestro Rückenwind. Das Betriebsergebnis (Ebitda) kletterte im zweiten Quartal um 56 Prozent auf 848 Millionen Euro. Analysten hatten im Schnitt mit 772 Millionen Euro einen geringeren Anstieg erwartet. Covestro setzte 3,5 Milliarden Euro um, ein Plus von 17 Prozent binnen Jahresfrist. Das Konzernergebnis wurde auf 484 Millionen Euro mehr als verdoppelt.
Der Konzern bekräftigte seine im April erhöhten Jahresziele. Für 2017 rechnet Covestro mit einem Betriebsgewinn deutlich über dem Vorjahresniveau von gut zwei Milliarden Euro. Das Mengenwachstum im Kerngeschäft soll unverändert im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich liegen, im zweiten Quartal waren die Absatzmengen leicht um 1,6 Prozent gesunken. Auch für das laufende Quartal ist das Leverkusener Unternehmen optimistisch: Der Betriebsgewinn soll signifikant zulegen.
Bayer hält noch rund 41 Prozent an Covestro und will mittelfristig komplett aussteigen. Der Leverkusener Pharma- und Chemiekonzern hatte sein Kunststoffgeschäft im Herbst 2015 an die Börse gebracht.

Aixtron will aus eigener Kraft wachsen - Prognose angehoben

Volle Auftragsbücher stimmen den seit Jahren defizitären Chipanlagenbauer Aixtron zuversichtlicher. Interimschef Kim Schindelhauer hob am Dienstag seine Ziele für Umsatz und Auftragseingang in 2017 an. Zudem erklärte er, nach der gescheiterten Übernahme durch einen chinesischen Investor die Käufersuche ad acta gelegt zu haben.
Im kommenden Jahr soll operativ wieder ein Gewinn verbucht werden. Schindelhauer will das Ziel auch durch Einsparungen bei den Forschungskosten erreichen. Statt 30 Prozent vom Umsatz sollen nur noch zehn bis 15 Prozent investiert und Partner für die Entwicklung neuer Technologien ins Boot geholt werden, erklärte er der Zeitung. Zudem sollen Randgeschäfte verkauft, auf Eis oder mit Partnern entwickelt werden.
Im ersten Halbjahr schnellte der Auftragseingang um 34 Prozent auf 128,5 Millionen Euro. Der Umsatz wurde mit 114,1 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Restrukturierungskosten von 14,5 Millionen Euro sorgten derweil erneut für einen operativen Verlust von 24,1 (Vorjahr: minus 25,9) Millionen Euro.