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Gewinnsprung macht’s möglich · 27. Juli 2017

BASF erhöht seine Prognose

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Quelle: 360b/Shutterstock
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Es läuft derzeit wie geschmiert beim Ludwigshafener Chemieriesen BASF. Dank eines Umsatz- und Gewinnsprung im zweiten Quartal, traut man sich auch für das Gesamtjahr mehr zu. Den Aktionären dürften derartige Aussagen gefallen.

-von Thomas Zuleck, Börse Stuttgart News Redaktion-
Die Margen stimmen derzeit bei BASF. Wie der Konzern heute Morgen mitteilte, konnte man im zweiten Quartal dank höherer Verkaufspreise und Absatzmengen einen deutlichen Gewinnsprung verzeichnen. Die Umsätze liegen ebenfalls oberhalb der Erwartungen. Letztere konnten in den vergangenen drei Monaten um rund 1,78 Milliarden Euro auf insgesamt 16,26 Milliarden Euro gesteigert werden. Der Betriebsgewinn konnte im abgelaufenen Quartal um gut 30 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro gesteigert werden. Dieser liegt somit ebenfalls leicht oberhalb der Erwartungen von Analysten (2,2 Milliarden Euro). Der Nettogewinn beläuft sich für das zweite Quartal auf 1,5 Milliarden Euro (Plus 37 Prozent). BASF profitiert derzeit vor allem von gut laufenden Geschäften in den Bereichen „Basis-Chemikalien“ sowie in der Öl- und Gassparte.

Starkes Halbjahr

Aufgrund der starken Halbjahresentwicklung passte BASF nun auch den Ausblick für das Gesamtjahr an. Wie der Konzern heute Morgen mitteilte, erwartet man für das laufende Geschäftsjahr nun ein EBIT vor Sondereinflüssen „deutlich“ über dem Vorjahresniveau. Die Formulierung „deutlich“ bedeutet in der Regel, dass man von einem Wachstum von mindestens elf Prozent ausgeht. Die Umsatzprognosen für das laufende Jahr bleiben allerdings unangetastet, weshalb davon auszugehen ist, dass man bei BASF vor allem die Margen deutlich verbessern, beziehungsweise auf dem aktuell hohen Niveau halten will.

Aktie könnte Unterstützung gebrauchen

Die starken Zahlen haben sich bei der BASF-Aktie in den vergangenen Monaten allerdings nicht wirklich bemerkbar gemacht. Im Gegenteil: Auf Sicht der vergangen drei Monate verloren die Anteilsscheine von BASF mehr als elf Prozent an Wert. Dennoch sieht die Mehrheit der Analysten das aktuelle Kursniveau eher als Einstiegschance. So empfehlen 11 Analysten die Aktie zum „Kauf“, während neun Beobachter empfehlen die Aktie lediglich zu „Halten“. Nur vier Analysten empfehlen die Aktie derzeit zu „verkaufen“. Die jüngste Verkaufsempfehlung kam heute Morgen vom Analysehaus Bernstein Research. So bleibt Analyst Jeremy Redenius auch nach Vorlage der heutigen Zahlen weiterhin skeptisch. Die heute vorgelegten Zahlen sowie die Prognoseanhebung bezeichnet er als „erwartungsgemäß“, weshalb er an seinem Kursziel von 70,00 Euro pro Anteilsschein festhält. Optimistischer gab sich da schon BNP-Analyst James Knight. Zwar rechnet auch Knight mit keinen größeren Überraschungen im laufenden Jahr mehr, doch mit einem Kursziel von 96,00 Euro spricht er eine doch recht klare Kaufempfehlung für die Aktie aus.