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Lebensmittelkonzern legt Zahlen vor · 27. Juli 2017

Nestlé: Wachstum nicht so stark wie erhofft

Headquarter von Nestlé in den USA
Quelle: Ken Wolter/Shutterstock
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Der Nahrungsmittelriese Nestlé wächst weiter nicht so stark wie erhofft und erzielt im ersten Halbjahr 2017 ein organisches Wachstum von 2,3. Damit sei das Wachstum hinter den eigenen Erwartungen zurückgeblieben.

- von Sina Raich, Börse Stuttgart TV Newsredaktion –
Das unter Druck eines streitbaren Investors stehende Unternehmen Nestlé kommt nicht so recht in Schwung. Im ersten Halbjahr 2017 stieg der Umsatz organisch um 2,3 Prozent auf 43 Milliarden Franken. Laut Unternehmenschef Mark Schneider entsprach das Wachstum nicht vollkommen den eigenen Erwartungen. Auch Analysten hatten mit einem stärkeren Anstieg gerechnet. Im ersten Quartal lag das Wachstum ebenfalls bei 2,3 Prozent – der langsamste Jahresstart seit über einem Jahrzehnt.

Jahresziel bestätigt

Der Nettogewinn stieg im ersten Halbjahr auf 4,9 Milliarden Franken um 19 Prozent. Für das Gesamtjahr 2017 bestätigt Nestlé frühere Aussagen. Der Konzern rechnet dabei weiterhin mit einem organischen Wachstum von zwei bis vier Prozent. Allerdings werde der Zuwachs eher in der unteren Hälfte dieser Spanne liegen, wie es erstmals heißt. Wie bereits angekündigt plant Nestlé dieses Jahr eine beträchtliche Erhöhung der Restrukturierungskosten, um die künftige Profitabilität zu steigern. Daher geht der Konzern von einer lediglich stabilen Ergebnismarge bei konstanten Wechselkursen aus. Jedoch soll der nachhaltige Gewinn pro Aktie und die Kapitaleffizienz gesteigert werden.

Aktie unter Druck

Die Aktien von Nestlé stehen am heutigen Donnerstag klar unter Druck. Zeitweise notierte die Aktie bei rund 71,50 Euro. Sie erholte sich jedoch wieder leicht und stieg auf über 73 Euro an. Aktuell liegt der Wert bei etwa 72,50 Euro.

Analysten raten zu "Kauf"

Die jüngsten Analysen sprechen mehrheitlich Kaufempfehlungen für die Aktie aus. So geht JP Morgan Chase von einem Plus von 14,60 Prozent aus und Goldman Sachs gar von 18,30 Prozent. Insgesamt empfehlen zwölf Analysten zum Kauf, während sechs Beobachter raten, die Aktie lediglich zu halten. Nur zwei Analysten empfehlen den Verkauf der Aktie.