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Gastbeitrag Commerzbank Research · 03. August 2017

adidas: Konsolidierung nach Kurssprung

Quelle: 2p2play/Shutterstock
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Die adidas-Aktie gehörte lange zu den Outperformern am deutschen Aktienmarkt. Auf Jahressicht beläuft sich das Plus bereits auf rund 30 Prozent und erst vor wenigen Tagen markierte die Aktie ein neues Allzeithoch. Wird nun die Luft dünner?

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Die adidas-Aktie zählt seit 2015 zu den DAX-Aktien mit der größten relativen Stärke. Zuletzt hatte das Papier des fränkischen Sportartikelherstellers ausgehend von einem im Mai markierten Rekordhoch bei 188,95 EUR eine dreiwellige Abwärtskorrektur vollzogen.

Gewinnmitnahmen nach Rekordhoch

Im Bereich der wichtigen Supportzone oberhalb von 161,30 EUR drehte die Notierung Ende Juni wieder gen Norden. In Reaktion auf die Veröffentlichung der Eckdaten zum abgelaufenen Quartal sprang der Wert am 28. Juli begleitet von hohem Handelsvolumen mit einer bullishen Kurslücke über die alte Bestmarke vom Mai auf ein neues Rekordhoch. Bei 194,15 EUR setzten zwei Handelstage später Gewinnmitnahmen ein, die zur Ausformung einer Bearish-Engulfing-Kerze im Tageschart führte. Mit dem gestrigen Inside Day wurde der Übergang in den kurzfristigen Konsolidierungsmodus bestätigt. Die technische Ausgangslage in diesem Zeitfenster ist nun neutral.

Kommt jetzt die Korrektur?

Das Unternehmen veröffentlicht heute die ausführlichen Quartalszahlen vor Börsenstart und hält ab 10 Uhr eine Telefonkonferenz ab, so dass sich hieraus Impulse ergeben könnten. Mit einem Break über den aktuellen Widerstand bei 193,75/194,15 EUR würde ein Abarbeiten der bereits in Rufweite befindlichen nächsten Ziel- und Widerstandszone 195,85-198,69 EUR wahrscheinlich. Dort würde die Wahrscheinlichkeit für eine ausgedehnte Konsolidierung oder Korrektur mit Blick auf die kurzfristig bereits überhitzte Markttechnik wieder deutlich ansteigen.

Mittelfristiges Chartbild bleibt bullish

Es bedürfte eines nachhaltigen Anstiegs per Tagesschluss über 198,69 EUR, um unmittelbares weiteres Potenzial bis zunächst 204,71-208,09 EUR freizusetzen. Sollte die Aktie zunächst unter den Support bei 191,15/191,35 EUR rutschen, wäre der unmittelbare Beginn eines Rücksetzers in Richtung 188,95 EUR, 186,40 EUR und eventuell 182,96/183,25 EUR zu favorisieren. Das mittelfristig bullishe Chartbild würde erst unter der Supportzone 176,05-179,20 EUR negiert. Dann müsste mindestens mit einem fortgesetzten Abverkauf in Richtung 168,30-169,20 EUR oder 162,12-163,45 EUR gerechnet werden.
 

Quelle: Commerzbank AG