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Dividende soll angehoben werden · 04. August 2017

Erste Bank verzeichnet Gewinnrückgang

Erste Bank-Filiale in Wien
Quelle: Hadrian/Shutterstock
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Die erste Bank hat im ersten Halbjahr 2017 deutlich weniger verdient als im Vorjahresvergleichszeitraum. Allerdings wurde das Ergebnis aus dem Vorjahr durch Sondereffekte gestützt.

-von Thomas Zuleck, Börse Stuttgart News Redaktion-
Die Erste Bank weist für das erste Halbjahr 2017 einen Nettogewinn in Höhe von 624,7 Millionen Euro aus. Das ist zwar gut ein Viertel weniger als im Vorjahr (841,7 Millionen Euro), allerdings profitierte das Bankhaus 2016 noch von Sondererlösen aus dem Visa-Beteiligungsverkauf. Ähnlich wie die deutschen Konkurrenten kämpft die Erste Bank derzeit mit einem zunehmend schwierigen Marktumfeld. So ging der Zinsüberschuss trotz Kreditwachstums insbesondere aufgrund des geringeren Zinsertrags aus Veranlagungen in Staatsanleihen und eines niedrigeren Beitrags aus Unwinding auf 2,143 Milliarden Euro zurück. Das sind etwas mehr als zwei Prozent weniger gegenüber dem Vorjahr. Noch drastischer reduzierte sich das Handelsergebnis der Bank. Dieses fiel um mehr als 14 Prozent auf nun 102,9 Millionen Euro. Insgesamt blieben die Betriebserträge mit 3,292 Milliarden Euro jedoch halbwegs stabil. Bei der Ersten Bank ist man sich durchaus bewusst, dass man die derzeitigen Probleme auf der Handelsseite in den Griff bekommen muss. Andreas Treichl, Vorstandsvorsitzender der Ersten Bank: „Unser Zinsüberschuss ist trotz unseres wachsenden Kreditgeschäfts und des starken Zuflusses an Einlagen nach wie vor rückläufig. Das Niedrigzinsumfeld und die zurückgehenden Erträge aus unserem Staatsanleihenportfolio beschäftigen uns.“

Kapitalausstattung auf gutem Niveau

Positiv hervorzuheben ist die Kapitalausstattung der Ersten Bank. Wie das Unternehmen mitteilte stieg das um AT1-Kapital bereinigte Eigenkapital auf 16,5 Milliarden Euro. Somit erhöht sich das Harte Eigenkapital nach Basel III auf 14,1 Milliarden Euro, nach zuvor 13,6 Milliarden Euro. Zwar erhöhten sich gleichzeitig auch die risikogewichteten Aktive auf 106,8 Milliarden Euro, allerdings bewegt sich die Erste Bank damit noch in einem durchaus ordentlichen Rahmen. Die Harte Kernkapitalquote nach Basel III liegt insgesamt bei 13,2 Prozent.

CEO Treichl sieht Bank auf gutem Weg

Mit den heute vorgelegten Zahlen zeigt sich Andreas Treichl, Vorstandsvorsitzender der Ersten Bank, durchaus zufrieden: „Wenn wir uns das gute Ergebnis des ersten Halbjahrs anschauen, sind einige sehr positive Highlights dabei: Unser gesundes Kreditportfolio ist um 6,7 Prozent gewachsen und unsere Kundeneinlagen sind um 11,6 Prozent angestiegen. Solche Wachstumsraten hat kaum eine andere Bank in Europa.“

Ausblick bleibt stabil

Basierend auf „bestenfalls stabilen Einnahmen“, stellt die Erste Bank eine Eigenkapitalverzinsung in Höhe von mehr als 10 Prozent sowie eine steigende Dividende in Aussicht. Im vergangenen Jahr schüttete das Bankhaus eine Dividende in Höhe von einem Euro an seine Anteilseigner aus.