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Gastbeitrag Commerzbank Research · 10. August 2017

E.ON – Kurssprung nach den Zahlen

Kühlturm eines Atomkraftwerks
Quelle: Wlad74/Shutterstock
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Langsam scheint sich die Situation wieder ein wenig aufzuhellen. Nachdem die E.on-Aktie im vergangenen Jahr sogar unter die Marke von sechs Euro rutschte, gibt es zumindest aus technischer Sicht wieder ein wenig Hoffnung.

Die E.ON-Aktie weist ausgehend vom Allzeithoch aus dem Jahr 2008 bei 51,37 EUR einen intakten langfristigen Abwärtstrend auf. Bis auf ein im vergangenen November gesehenes Allzeittief bei 5,99 EUR stürzte das Papier ab. Dort formte der Wert einen mittelfristigen Doppelboden und startete einen Aufwärtstrend. Zuletzt hatte er anlässlich der fallenden Widerstandslinie, die vom Hoch im Oktober 2015 ausgeht, eine Korrektur bis 8,00 EUR durchlaufen. Seit dem dort am 6. Juli markierten Tief bewegt sich die Notierung wieder nordwärts.

Mittelfristiger Aufwärtstrend bestätigt

Im gestrigen Handel gelang schließlich nach Vorlage der Quartalszahlen der von hohem Volumen begleitete Aufbruch über die Widerstandslinie und das letzte Rallyhoch sowie die Rückkehrlinie des mehrwöchigen Aufwärtstrendkanals auf ein neues 12-Monats-Hoch. Der mittelfristige Aufwärtstrend wurde damit erneut bestätigt.

Long-Positionierungen scheinen nur bedingt interessant

Mit Blick auf eine Reihe wichtiger Widerstände, die sich bereits in Rufweite befinden, erscheinen neue Long-Positionierungen jedoch nur in Kursschwäche hinein interessant. Idealerweise sollte der nun als Support fungierende Bereich bei 8,93-8,99 EUR nicht mehr per Tagesschluss unterschritten werden, da ansonsten ein Fehlausbruch mit entsprechenden Abwärtsrisiken vorläge.

Konsolidierung würde nicht überraschen

Darunter befindet sich potenzielle Unterstützung bei 8,53-8,66 EUR sowie 8,23/8,36 EUR. Unterhalb der letztgenannten Zone würde es unmittelbar bearish mit nächsten Zielen bei 8,00 EUR und 7,34-7,59 EUR. Auf der Oberseite befinden sich nächste Hürden bei 9,28/9,45 EUR, 9,72/9,87 EUR sowie 10,24/10,47 EUR. Mit einem nachhaltigen Anstieg über die letztgenannte Zone würde sich das langfristige Chartbild signifikant aufhellen. Allerdings würde eine vorgeschaltete mehrmonatige Konsolidierung/Korrektur nicht überraschen, um einen belastbaren übergeordneten Boden zu vervollständigen.

Quelle: Commerzbank AG