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Marktbericht: Update von 16:00 Uhr · 14.05.2017 08:27 Uhr

DAX legt weiter zu

Bulle aus Zink
Quelle: ShutterstockProffesional/Shutterstock
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Grüne Vorzeichen egal wohin man schaut. Die Weltleitbörsen feiern einen überaus gelungen Start in die laufende Handelswoche. Doch die Erholung könnte schon bald wieder ein jähes Ende finden.

MÄRKTE & MACHER 5:13min, 14. August 2017, 11:45 Uhr
-von Thomas Zuleck, Börse Stuttgart News Redaktion-
Die Angst vor einer Eskalation in Nordkorea hat, zumindest an den Börsen, spürbar nachgelassen. Vor allem in Asien konnten sich die Kurse wieder ein wenig erholen, was auch den DAX im frühen Handel gestützt hat. Dieser konnte bereits zur Eröffnung die Marke von 12.000 Punkten mühelos hinter sich lassen und eröffnete bei 12.103 Punkten. Die Gewinn konnte der DAX im weiteren Verlauf des Tages weiter, wenngleich nur moderat, ausbauen und notiert so am frühen Nachmittag bei 12.160 Zählern.
Gestützt wird der deutsche Leitindex dabei von guten Vorgaben aus Asien. Mit Ausnahme von Tokio konnten alle relevanten asiatischen Börsen zuletzt wieder einen Teil ihrer Verluste gut machen, wovon auch der DAX im frühen Handel weiter profitieren sollte. Der Nikkei gab zwar noch einmal ein wenig nach, was Beobachter jedoch darauf zurückführen, dass der Nikkei nachbörslich noch etwas Druck aufgebaut hat, da am Freitag – feiertagsbedingt – kein Handel stattfand.
Getrieben durch die guten Vorgaben aus Europa und Asien können auch die US-Leitbörsen wieder zulegen. Allerdings sollten sich Anleger nicht zu ausgiebig über die gute Stimmung an den Börsen zu Wochenbeginn freuen. Morgen ist Feiertag in Nordkorea und es wird erwartet, dass sich der nordkoreanische Machthaber wieder zu Wort melden wird. Der Konflikt in Nordkorea bleibt uns also leider noch ein wenig erhalten.

RWE profitiert von Sondereffekten

Erfreuliche Zahlen kamen heute Morgen zudem von RWE. Der Energieversorger kann nach einem schleppenden Start ins laufende Jahr endlich wieder mit guten Zahlen auswarten, wenngleich diese vor allem auf einen Sondereffekt zurückzuführen sind. So fiel der Nettogewinn im vergangenen Quartal mit 2,7 Milliarden Euro fast fünfmal so hoch aus, wie im Vorjahresvergleichszeitraum. Vornehmlich war dafür die zurückerstattete Brennelementesteuer verantwortlich, die das Bundesverfassungsgericht im Juni als verfassungswidrig eingestuft hatte. Ohne diesen Sondereffekt wäre der Überschuss dennoch um immerhin 35 Prozent auf 809 Millionen Euro angestiegen.

Talanx hebt Prognose an

Talanx kann ebenfalls erfreuliche Zahlen vorweisen. So stieg der operative Gewinn um elf Prozent auf 549 Millionen Euro. Der Nettogewinn stieg sogar um ein gut ein Viertel auf nun 225 Millionen Euro. Aufgrund der gut laufenden Geschäfte traut sich der Versicherungskonzern aus dem MDAX nun auch für das Gesamtjahr etwas mehr zu. So rechnet Talanx mit einem Konzerngewinn in Höhe von 850 Millionen Euro. Das sind immerhin gut 50 Millionen mehr als bislang angenommen.

Bilfinger schreibt erwartete Verluste

Weitaus weniger gut läuft es hingegen bei Bilfinger. Wie erwartet weist der Industriedienstleister für das abgelaufene Quartal einen bereinigten operativen Verlust in Höhe von 43 Millionen Euro aus. Im Zuge dessen sank auch die EBIT-Marge auf -4,3 Prozent, nachdem im Vorjahr immerhin noch ein kleines Plus von 0,2 Prozent zu Buche stand. Die halbwegs gute Nachricht: Unter dem Strich konnte Bilfinger den Verlust auf sieben Millionen zumindest ein wenig eingrenzen. Die Leistung sank allerdings um ein Zehntel auf 991 Millionen Euro, der Auftragseingang gab um 4 Prozent auf 988 Millionen Euro nach.