Nachrichten

RWE zeigt sich optimistischer · 14.08.2017 10: 04 Uhr

RWE: Deutliche Gewinnsteigerung im ersten Halbjahr

Luftaufnahme des Atomkraftwerks Prins Clauscentrale
Quelle: Aerovista Luchtfotografie/Shutterstock
Beitrag teilen
Nach einer deutlichen Gewinnsteigerung im ersten Halbjahr blickt RWE zuversichtlicher als bislang auf das Gesamtjahr 2017. Nach Aussage von CEO Schmitz werde RWE das „Geschäftsjahr 2017 am oberen Rand der Prognosen abschließen."

-von Andreas Scholz, Börse Stuttgart News Redaktion-
Im ersten Halbjahr steigerte RWE sein bereinigtes EBITDA um 6,2 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro. Auch der Nettogewinn stieg deutlich und zwar von 457 Millionen Euro im Vorjahr auf rund 2,7 Milliarden Euro im ersten Halbjahr. Dabei profitierte der Energieriese sowohl von einem besseren Finanzergebnis als auch einem positiven Sondereffekt, nämlich der Rückzahlung der Brennelementesteuer.
Die Prognosespanne für 2017 wurde, sowohl für das operative, wie auch für das Nettoergebnis, beibehalten. So soll das bereinigte operative Ergebnis (EBITDA) im Gesamtjahr 2017 zwischen 5,4 und 5,7 Milliarden Euro liegen. Das um Sondereffekte bereinigte Nettoergebnis wiederum wird auch weiterhin mit einer Guidance zwischen 1 bis 1,3 Milliarden Euro erwartet. Auf vergleichbarer Basis lag das Nettoergebnis im Vorjahr bei 777 Millionen Euro. Nach Aussage von Vorstandschef Schmitz biete die finanzielle Situation von RWE „eine solide Basis für die Zukunft“.

Energiehandel schafft die Rückkehr in die schwarzen Zahlen

Positiv war im ersten Halbjahr 2017 insbesondere die Entwicklung im Energiehandel, wo es RWE gelang, aus der Verlustzone herauszukommen. In 2016 wurde in diesem Geschäftsfeld noch Verlust von gut 130 Millionen Euro gebucht.  Operativ besser als geplant läuft es auch im Bereich der europäischen Stromerzeugung.  Hier liegen die Zahlen allerdings unter den Niveaus vom Vorjahr. Dies gilt auch für die beiden Sparten Braunkohle und Kernenergie. In der konventionellen Stromerzeugung blieben die Margen unter Druck. Die Ökostromtochter Innogy trug dagegen deutlich zur Ergebnisverbesserung auf Konzernebene bei und steuert auch den größten Anteil zum Ergebnis von RWE bei.

Nettoverschuldung weiter gesunken

Weiterhin positiv ist auch die Entwicklung der Verschuldung im Konzern. So sanken die Nettoverbindlichkeiten von Ende 2016 bis Ende Juni 2017 um 1,2 Milliarden Euro auf rund 21,5 Milliarden Euro.