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Nach Aufspaltung auf neuen Rekord · 14.08.2017 11:39 Uhr

Bitcoin springt erstmals über 4.000 US-Dollar

Fünf virtuelle Bitcoins
Quelle: 3Dsculptor/Shutterstock
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Die Kryptowährung Bitcoin hat ihre Rekordfahrt fortgesetzt und jetzt erstmals sogar die Marke von 4.000 US-Dollar überschritten. Damit hat sich der Kurs der digitalen Währung seit Jahresbeginn vervierfacht.

-von Andreas Scholz, Börse Stuttgart News Redaktion-
Die jüngste Rally geht einher mit der Aufspaltung der Währung in Bitcoin und Bitcoin Cash. Gleichzeitig wurden von der sogenannten Bitcoin Gemeinschaft technische Innovationen verabschiedet.
Die Attraktivität des Bitcoin nimmt augenscheinlich immer mehr zu. Nach Aufspaltung und der Information über technische Neuerungen, die auch die Geschwindigkeit von Transaktionen deutlich erhöhen soll, ist der Kurs der Digitalwährung weiter stark angestiegen. Auf verschiedenen Handelsplattformen notiert die digitale Währung jetzt sogar bei mehr als 4.000 US-Dollar.

Marktkapitalisierung steuert auf die 70-Milliarden-Marke zu

Noch Anfang August lag die Währung bei 3.000 US-Dollar. Der Aufwärtstrend hat sich damit zuletzt sogar noch verstärkt. Die gegenwärtige Bewertung entspricht einer Marktkapitalisierung von fast 70 Milliarden US-Dollar. Immer mehr institutionelle Investoren, darunter auch Anbieter von regulierten Finanzprodukten, begrüßen die zuletzt durchgeführten technischen Veränderungen. Auffällig ist insbesondere die zuletzt stark gestiegene Nachfrage aus Japan. Das Land ist derzeit zur Nummer 1 im Bitcoin-Handel aufgestiegen und aktuell für fast die Hälfte aller globalen Bitcoin-Transaktionen verantwortlich.

Kritiker warnen vor Blase

Experten rechnen damit, dass sich die Rally in den nächsten Wochen noch fortsetzen könnte, vor allem, wenn die nächste technische Veränderung in Kraft treten sollte, nämlich die Vergrößerung der Blockgröße. Kritiker warnen aber schon vor der nächsten großen Blase, einer „Bitcoin Bubble“. Mit hoher Volatilität müssen die Anhänger der Digitalwährung ohnehin leben. Kursrückgänge von bis zu 50 Prozent gab es in der jüngeren Geschichte immer mal wieder und sind auch für die Zukunft nicht auszuschließen.

Blockchain-Technologie als Treiber

Bitcoins basieren auf der sogenannten Blockchain-Technologie. Man kann sich diese sehr vereinfacht wie ein Kassenbuch vorstellen, in dem alle Transaktionen vermerkt werden. Nur liegt dieses Kassenbuch nicht bei einer zentralen Stelle, sondern jeder Beteiligte hat eine Kopie auf seinem Computer, also beispielsweise alle, die Bitcoin nutzen. Wenn irgendjemand mit Bitcoin bezahlt oder damit handelt, wird dies sofort in allen Kopien des Kassenbuchs vermerkt. Wichtig: Mit einer solchen Technologie entfällt der Daseinszweck eines Mittlers, also von Banken und Notenbanken, die heute Zahlungen abwickeln. Diese würden in einer Welt, in der alle mit Bitcoin bezahlen, überflüssig. Genau deshalb findet die Kryptowährung auch und gerade unter Kritikern der gegenwärtigen Geldpolitik und der Macht der Notenbanken viele Anhänger. Sie sehen in ihnen eine Alternative, die frei von politischem Einfluss ist.