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...und streich Mittelfristziele · 15.08.2017 08:37 Uhr

K+S erreicht Gewinnplus...

Salz-Mine
Quelle: Ovidiu Marian/Shutterstock
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K+S hat kann sich im zurückliegenden Quartal über einen deutlichen Umsatz und Gewinnsprung freuen. Entsprechend optimistisch gibt man sich für das laufende Geschäftsjahr. Der Mittelfristausblick wird hingegen korrigiert.

-von Thomas Zuleck, Börse Stuttgart News Redaktion-
K+S kann sich über eine starke Entwicklung im Kali-Geschäft freuen. Der MDAX-Konzern hat im zurückliegenden Quartal die Produktion deutlich erhöht und in Summe Umsatz und Gewinn, teilweise deutlich, gesteigert. Während der Umsatz noch um eher magere 1,4 Prozent auf 742 Millionen Euro gesteigert werden konnte, verzeichnet das EBIT I einen deutlichen Anstieg auf nun 28,5 Millionen Euro (zuvor 15 Millionen Euro). Unter dem Strich blieb K+S ein Nettogewinn in Höhe von 18,9 Millionen Euro und das, nachdem man im Vorjahr noch einen kleinen Verlust ausweisen musste. Von Analystenseite ist man mit den Zahlen ebenfalls durchaus zufrieden. Zwar rechneten diese im Vorfeld mit einem leicht besseren operativen Ergebnis, das Konzernergebnis konnte allerdings positiv überraschen.

Ausblick für das Gesamtjahr präzisiert

Nachdem nun die Zahlen für das erste Halbjahr bekannt sind, präzisierte K+S den Ausblick für das Gesamtjahr. So rechnet der MDAX-Konzern mit einem leichten Umsatzanstieg auf 3,6 bis 3,8 Milliarden Euro, nach 3,46 Milliarden Euro im Vorjahr. Das operative Ergebnis EBIT I soll ebenfalls, sogar deutlich, ansteigen. So rechnet man mittlerweile mit einem operativen Ergebnis in Höhe von 260 bis 360 Millionen Euro. Gegenüber dem eher durchwachsenen Vorjahr, als geringe Preise und Produktionseinschränkungen belasteten, wäre dies ein Anstieg von bis zu 50 Prozent.

Mittelfristziele "nicht mehr realistisch"

Doch trotz der guten Vorgaben für das laufende Geschäftsjahr kippt K+S die Mittelfristziele bis 2020. Diese seien zum jetzigen Zeitpunkt „nicht mehr realistisch“. „Die Prämisse war unsere damalige Preisannahme für Kaliumchlorid von rund 330 US-Dollar pro Tonne", so K+S. Zwar hätten sich die Preise zuletzt wieder etwas erholt und der Preistrend zeige in die richtige Richtung, trotzdem sei die Zielsetzung wohl nicht mehr zu erreichen. Bisher rechnete K+S mit einem EBITDA von gut 1,6 Milliarden Euro im Jahr 2020.

Aktie technisch angeschlagen

Nach den teilweise deutlichen Kursrücksetzern der vergangenen Wochen steht die Aktie von K+S vor allem technisch unter Druck. Vor allem der Bruch der 200-Tage-Linie hat das technische Gesamtbild, aus Sicht von Experten, zuletzt deutlich eingetrübt. So verwundert es nicht, dass K+S zuletzt zu den absoluten Underperformern im MDAX gehörte und auf Monatssicht bereits ein Minus von mehr als neun Prozent zu Buche steht. Wenig Unterstützung kommt derzeit zudem von Analystenseite. Im August gab es bislang drei neue Kommentare zu Aktie von K+S. Als durchaus positiv bewertet Kepler Cheuvreux Analyst Christian Fritz die Situation bei K+S und empfiehlt die Aktie bei einem Kursziel von 26 Euro zum „Kauf“. Weniger optimistisch sind jedoch die Analysten der Baader Bank und der UBS. Beide Bankhäuser raten derzeit Anlegern die Aktie zu „verkaufen“. Bei Baader bewertet man vor allem die Wettbewerbssituation auf dem Kali-Markt als mittelfristigen Belastungsfaktor für K+S.