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Marktbericht: update von 17:00 Uhr · 21.05.2017 17:00 Uhr

Chaos im Weißen Haus: Anleger bleiben vorsichtig

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Anleger am Aktienmarkt bleiben angesichts des politischen Chaos in der US-Regierung nervös. Der DAX gab heute deutlich nach und rutschte dabei auch unter die 12.100er Marke, welche in der vergangenen Woche noch gehalten hatte.

NEWS AUS DEM HANDEL 3:06min, 21. August 2017, 10:26 Uhr
- von Andreas Groß und Holger Scholze, Börse Stuttgart TV Nachrichtenredaktion - 21.08.2017 -
Die US-Aktienmärkte hatten wegen anhaltender Turbulenzen um die US-Regierung die vergangene Handelswoche mit leichten Verlusten abgeschlossen. Der Abgang des rechtsgerichteten Chefstrategen von Donald Trump, Steve Bannon, war der Höhepunkt einer an politischen Verwerfungen und Peinlichkeiten reichen Woche im Weißen Haus. Leicht positive Impulse kamen dagegen von der unerwartet guten US-Verbraucherstimmung im August.
Die Börsen in Asien haben die neue Woche uneinheitlich begonnen. Während es in Japan am Montag bergab ging, legten die Kurse in Festland-China und Hongkong zu. Insgesamt hielten sich die Kursschwankungen aber in Grenzen.
Die Anleger behalten zum einen die Nordkorea-Krise im Auge, zum anderen blicken sie auf die Zentralbankkonferenz im beschaulichen amerikanischen Ort Jackson Hole in dieser Woche, an der auch die Vorsitzende der US-Notenbank, Janet Yellen, teilnehmen wird.
Der DAX notiert aktuell bei 12.061 Punkten mit 0,9 Prozent im Minus.
Der Dow-Jones-Index liegt nahezu unverändert bei 21.673 Zählern.

Air-Berlin-Übernahme könnte schnell gehen

Aus Unternehmenssicht dürften auch in der neuen Woche Spekulationen um die Zukunft der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin die Schlagzeilen bestimmen. Air-Berlin-Chef Thomas Winkelmann drückt beim geplanten Verkauf aufs Tempo und will die Übernahme "spätestens im September" abschließen.
Ein Kaufgebot des Nürnberger Unternehmers Hans Rudolf Wöhrl sieht Air Berlin als nicht seriös an.
Bestätigt wurden bislang bereits Gespräche mit der Lufthansa. Als Interessenten gelten zudem die britische Billigfluggesellschaft easyJet, TUIfly sowie die Thomas-Cook-Tochter Condor.

Merck im Fokus

Die Aktien der Merck KGaA liegen zur Stunde bei 90,48 Euro mit 0,6 Prozent im Minus. Vorbörslich hatten sie noch leicht zugelegt.
Der Darmstädter Pharma- und Chemiekonzern wolle sich nach der milliardenschweren Übernahme des US-Laborspezialisten Sigma-Aldrich mit größeren Zukäufen zurückhalten. Dies war zumindest, den Worten von Finanzchef Marcus Kuhnert in der Samstagausgabe der "Börsen-Zeitung" zu entnehmen.
Kuhnert zufolge hat Merck Ratingagenturen einen klaren Entschuldungsplan zugesagt, den das Unternehmen nun einhalten müsse.
 
Erstellt am 21.08.2017, um 08:00 Uhr / Veröffentlicht am 21.08.2017, um 08:30 Uhr / Letztmalig aktualisiert am 21.08.2017, um 17:00 Uhr.