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platzt die Fusion Thyssen und Tata Steel · 24.08.2017 10:35 Uhr

Unruhe in der Stahlbranche: Deutsche Stahl AG

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Pavel L Photo and Video / Shutterstock.com
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Stahlwerte wie Thyssenkrupp und Salzgitter sind im Fokus. Politiker und Gewerkschaftler wollen einem Pressebericht zufolge die angepeilte Fusion der Stahlsparte von Thyssenkrupp mit dem indischen Branchenriesen Tata Steel verhindern

Der frühere RWE-Chef und Eigentümer von Georgsmarienhütte, Großmann, soll nach den Plänen einiger Politiker und Gewerkschaftler eine Schlüsselrolle bei der Gründung einer "Deutschen Stahl AG" übernehmen, wie das "Handelsblatt" unter Berufung auf das Umfeld der Unternehmen berichtet.

Wahlkampfgetöse

Die geplante Fusion wird von Börsianern sehr positiv gesehen - platzt sie, wäre es eine herbe Enttäuschung.
Ein Händler wertete die Pläne allerdings als reines "Wahlkampfgetöse" gegen den von den Gewerkschaften befürchteten Stellenabbau.

Preisdruck hält an

Für wichtiger hält er japanische Medienberichte, wonach sich der Stahlkonzern Nippon Steel & Sumitomo Metal Corp mit Toyota Motor auf niedrigere Preise geeinigt habe. Das habe die Branche im asiatischen Handel belastet.

Stahlwerte unter Druck

Im Dax sind die Aktie von ThyssenKrupp heute die größten Verlierer mit einem Abschlag von gut 1,2 Prozent.
Auch Salzgitter im MDax verlieren deutlich, in diesem Fall 1,5 Prozent.