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Konzernchef dämpft Euphorie bei Adidas · 25.08.2017 13:30 Uhr

Adidas CEO Rorsted– von Rainmaker zu Partycrusher

Schuhe von adidas in einem Regal
Quelle: abdrahimmahfar/Shutterstock
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Die Bäume wachsen auch bei Adidas nicht in den Himmel. Der Chef des Sportartikelherstellers, Kasper Rorsted warnt angesichts des guten Laufs vor überzogenen Geschäftserwartungen. Nach anfänglicher Schwäche dreht adidas ins Plus.

-Andreas Groß, Börse Stuttgart TV Nachrichten-
"Es wäre Naivität pur, die Dynamik fortzuschreiben, wie wir sie jetzt erleben", sagte Kasper Rorsted in der Freitagausgabe der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". "Da wird es Jahre geben, die besser laufen und welche, die schlechter laufen."
Zunächst einmal kam der negative Unterton am Markt negativ an und die Aktie rutschte ans Dax Ende. Allerdings hatten die Aussagen insgesamt nicht viel Neues zu bieten. So sah es auch der Markt, und die Adidas Aktie drehte nach anfänglicher Schwäche wieder ins Plus
 

2017 erneut Rekordjahr

Adidas rechnet 2017 zwar mit dem nächsten Rekordjahr, die mittelfristigen Ziele liegen aber bereits niedriger. Laut aktueller Planung soll der Konzernumsatz 2017 währungsbereinigt um 17 bis 19 Prozent steigen und der Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft um 26 bis 28 Prozent. Für das Jahr 2020 lauten die Zielmarken dann auf der Umsatzseite nur noch 10 bis 12 Prozent, beim Gewinn 20 bis 22 Prozent.
 

Adidas Aktie langfristig verdreifacht

Auch die erfolgsverwöhnten Aktionäre - die Adidas-Aktie war 2015 und 2016 der unangefochten beste Dax-Wert und gehört auch 2017 zur Spitzengruppe - müssen in den vergangenen Tagen erkennen, dass die Börse keine Einbahnstraße ist. Seit die Papiere vor drei Wochen erstmals in ihrer Geschichte kurz über der Marke von 200 Euro standen, hat die Aktie den Rückwärtsgang eingelegt. Seither hat sie fast 8 Prozent an Wert verloren. Wer vor drei Jahren eingestiegen ist, hat aber immer noch das Dreifache an Wert im Depot.
agr/bstvErstellt / Veröffentlicht am 25.08.2017 um 13:28