Nachrichten

Marktbericht: update von 14:30 Uhr · 31.05.2017 14:30 Uhr

Schwächerer Euro stützt den DAX

boerse-bulle
Bildagentur Zoonar GmbH / Shutterstock.com
Beitrag teilen
Die Kauflaune in Tokio und New York angesichts guter US-Konjunkturdaten hat auch die deutschen Anleger am Donnerstag angesteckt. Der DAX liegt wieder über der Marke von 12.000 Punkten. Stützend wirkte hier auch der nachgebende Euro.

NEWS AUS DEM HANDEL 3:01min, 31. August 2017, 11:06 Uhr
- von Andreas Groß und Holger Scholze, Börse Stuttgart TV Nachrichtenredaktion - 31.08.2017 -
Mit Argusaugen verfolgen Anleger weiterhin das Säbelrasseln um Nordkorea. Japan drängt nach dem jüngsten Raketentest auf eine Verschärfung der Sanktionen gegen Nordkorea.
Die deutschen Einzelhändler haben im Juli einen unerwartet hohen Umsatzrückgang hinnnehmen müssen. Ihre Einnahmen fielen um 1,2 Prozent zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Auch preisbereinigt (real) ergab sich ein Minus in derselben Höhe. Analysten hatten im Schnitt lediglich einen Rückgang um 0,4 Prozent erwartet, nachdem es im Juni einen Anstieg von 1,3 Prozent gegeben hatte.
Auf der Konjunkturseite stehen außerdem eine Reihe von US-Statistiken im Fokus. Unter anderem gibt der Wochenbericht vom Arbeitsmarkt einen weiteren Vorgeschmack auf die amtlichen Monatsdaten am Freitag. Darüber hinaus stehen Zahlen zu den Einkommen und den Ausgaben der US-Verbraucher und der Einkaufsmanagerindex für die Region Chicago auf dem Terminplan.
An der Wall Street hatten die Kurse am Mittwoch nach Handelsschluss in Europa dank guter Konjunkturdaten noch einen Tick zugelegt: Der Dow Jones schloss 0,1 Prozent höher, der S&P 500 gewann 0,5 Prozent, und der NASDAQ Composite verabschiedete sich mit einem Plus von 1,1 Prozent.
In Fernost tendierten die Börsen am Donnerstag uneinheitlich: Der NIKKEI-225-Index in Tokio lag mit 0,8 Prozent im Plus, während die Börsen auf dem chinesischen Festland 0,5 und 0,7 Prozent niedriger notierten.
Der DAX zeigt sich aktuell bei 12.086 Punkten mit 0,7 Prozent im Plus. Gestützt wird das deutsche Börsenbarometer auch durch den zuletzt wieder schwächer tendierenden Euro, der zur Stunde bei 1,1850 US-Dollar notiert.

Salzgitter leidet unter Trump

Der Stahlkonzern Salzgitter sieht sich als Opfer der amerikanischen Handelspolitik unter Präsident Trump.
"Fakten werden von den Amerikanern womöglich bewusst missinterpretiert", sagte Vorstandschef Fuhrmann der Zeitung "Welt".
Die US-Behörden unterstellen Salzgitter Dumping bei der Lieferung von Grobblechen und haben deswegen Strafzölle gegen das Unternehmen verhängt.
"Der Vorwurf ist absurd und wird keiner neutralen Überprüfung standhalten", ergänzte Fuhrmann.

Neuer Uber-Chef erwägt Börsengang binnen 18 bis 36 Monaten

Der neue Uber-Chef Dara Khosrowshahi geht von einem Börsengang des Fahrdienstvermittlers in spätestens drei Jahren aus.
Khosrowshahi kündigte zudem an, die Kultur bei Uber verändern zu wollen. Das Unternehmen steht wegen zahlreicher Querelen und Management-Abgängen in der Kritik. Es gilt bislang geschäftlich als rücksichtslos und aggressiv.
Von Investoren ist Uber zwischenzeitlich mit 68 Milliarden Dollar bewertet worden.
Khopsrowshahi war am Dienstag offiziell zum neuen Vorstandschef ernannt worden. Er hatte zuvor den Online-Reiseanbieters Expedia geleitet.

Jetzt schon bis zu 90 Milliarden Dollar Schaden durch "Harvey"

Der wirtschaftliche Schaden durch den seit Tagen über Texas wütenden Tropensturm "Harvey" könnte nach Einschätzung von Experten bis zu 90 Milliarden Dollar betragen.
Allerdings sei es angesichts der anhaltenden Überschwemmungen noch zu früh, eine genaue Schadenssumme einschätzen zu können, sagte der Klimaexperte der Risikoanalyse-Firma RMS, Michael Young am Mittwoch.
Der Großteil der Schäden durch Überschwemmungen ist nach Einschätzung des Experten nicht versichert.
Die US-Großbank JP Morgan hatte die versicherten Schäden durch "Harvey" am Montag auf vorläufig zehn bis 20 Milliarden Dollar geschätzt.
Der Gouverneur des am stärksten betroffenen Bundesstaates Texas, Greg Abbott, forderte unterdessen, dass die staatlichen Mittel für den Wiederaufbau die 100-Milliarden-Dollar-Marke deutlich übersteigen müssten. Soviel Geld war nach der Katastrophe durch den Hurrikan "Katrina" 2005 bereitgestellt worden.
Präsident Donald Trump hat Finanzhilfen des Staates zugesagt.

Lebensmittel-Konzern Metro legt beim Umsatz zu

Die "neue" Metro mit ihrem Lebensmittel-Groß- und Einzelhandel hat im dritten Quartal des Bilanzjahres 2016/17 von einem Zukauf sowie Währungseffekten profitiert.
Der Umsatz legte um 4,9 Prozent auf 9,3 Milliarden Euro zu, flächenbereinigt um 2,6 Prozent.
Das operative Ergebnis (Ebit) stieg auf 215 (Vorjahr: 68) Millionen Euro. Vor Sonderfaktoren erreichte das Ebit 230 (239) Milllionen Euro.
Der Rückgang sei vor allem auf höhere Immobilienerträge im Vorjahr zurückzuführen.
Eine Prognose für das laufende Bilanzjahr machte Metro nicht, sondern bestätigte lediglich die Mittelfristziele.
Die "alte" Metro hatte sich im Juli aufgespalten in einen Lebensmittel- und einen Elektronikhändler, der unter der im MDAX notierten Holding der Ceconomy mit den Fachgeschäften MediaMarkt und Saturn angesiedelt ist.
Die "neue" Metro hat gute Chancen in den Nebenwerteindex aufzusteigen, über dessen Zusammensetzung routinemäßig kommende Woche entschieden wird.
agr/bstv - Erstellt am 31.08.2017, um 08:00 Uhr / Veröffentlicht am 31.08.2017, um 08:30 Uhr.
chs/bstv - Letztmalig aktualisiert am 31.08.2017, um 14:30 Uhr.