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Marktbericht Montag · 04.06.2017 09:15 Uhr

Nordkoreas Atomtest drückt Stimmung

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LOMAKIN / Shutterstock.com
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Zu Wochenbeginn rückt an den Börsen der Nordkorea-Konflikt wieder in den Fokus, nachdem Nordkorea am Wochenende eine Atombombe getestet hat. Allerdings sind die Verluste moderat. Wall Street wegen Feiertags geschlossen.

MÄRKTE & MACHER 6:11min, 04. September 2017, 12:06 Uhr
Der Dax startet mit 12.051 Punkten und klettert bis zum frühen Nachmittag auf das Tageshoch bei 12.138 Punkten. Übergeordnet ist allerdings ein Kampf zu erkennen um die runde Marke bei 12.100 Punkten.
Anleger suchen sichere Anlagemöglichkeiten und greifen zu Gold, das sich um 0,7 Prozent auf 1334 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm) verteuerte. Auch der Schweizer Franken, der japanische Yen und deutsche Staatsanleihen waren gefragt.
In diesem Zusammenhang wichtig: Die Ratingagentur Fitch bewertet die Bonität der Bundesrepublik weiter mit der Bestnote "AAA". Der Ausblick für die Bewertung sei stabil, erklärte Fitch.
Der Euro notiert über 1,19 USD und ist damit eine weitere moderate Belastung für den Markt.

Tesla in Deutschland auf dem Vormarsch

Tesla gewinnt in Deutschland mehr und mehr Kunden. "Im ersten Halbjahr haben wir den Absatz verdoppelt und planen weiter in diesem Tempo", sagte Rudat, Tesla-Vertriebschef für Deutschland, Österreich und die Schweiz, der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten". Von Januar bis Juli dieses Jahres seien 2075 Elektroautos von Tesla neu auf die deutschen Straßen gekommen.

Überbrückungskredit für Air Berlin

Die Europäische Union gibt grünes Licht für den 150 Millionen Euro schweren deutschen Staatskredit für die insolvente Air Berlin. Das Vorhaben sei geprüft und genehmigt worden, teilte die Europäische Kommission am Montag mit.
Deutschland müsse dafür sorgen, dass der Kredit vollständig zurückgezahlt werde oder einen Abwicklungsplan für die Fluggesellschaft vorlegen.
Air Berlin ist seit Mitte August pleite und soll nun verkauft werden.

Salzgitter bestätigt Durchsuchungen durch das Kartellamt

Der Stahlkonzern Salzgitter ist ins Visier der Kartellbehörde geraten. Wegen des Verdachts kartellwidrigen Verhaltens habe die Behörde am 22. August mehrere Gesellschaften des Konzerns durchsucht, teilte die Firma am Montag mit. Salzgitter habe die geforderten Unterlagen zur Verfügung gestellt.
Beim Wettbewerber Thyssenkrupp gab es laut einem Unternehmenssprecher keine Durchsuchungen. Der Konzern habe indes das vorläufige Ermittlungsergebnis des Kartellamtes der seit 2015 laufenden Untersuchungen erhalten. "Im Verdacht stehen insbesondere Absprachen bei der Festlegung von Zuschlägen bei Edelstahlprodukten beziehungsweise legierten Stählen", heißt es in einer Stellungnahme von Thyssenkrupp. Das Kartellamt habe zudem mitgeteilt, dass es seine Ermittlungen auf weitere Stahlprodukte ausgeweitet habe.
Die "Rheinische Post" hatte zuvor berichtet, das Kartellamt habe am 22., 23. und 24. August insgesamt sieben Unternehmen aus der Stahlbranche an unterschiedlichen Standorten sowie drei Privaträume durchsucht.
 

Übernahmefantasie treibt Medigene weiter in die Höhe

Die geplante Übernahme von Kite Pharma durch Gilead lockt weiter Anleger in die Medigene-Aktien. Die Titel legten am Montag 8,2 Prozent auf 13,90 Euro zu und näherten sich damit dem Jahreshoch von 15,24 Euro, das sie im Januar markiert hatten. In den vergangenen fünf Handelstagen haben Medigene über 40 Prozent an Wert gewonnen. Die auf Krebstherapien spezialisierte Branche sei durch Gileads milliardenschwere Übernahmepläne in Bewegung gekommen, erklärten Börsianer zuletzt.
Die Analysten von Independent Research versahen unterdessen ihre "Halten"-Empfehlung mit einem auf 13 von zuvor zehn Euro erhöhten Kursziel. "Auch wenn Medigene sich bei der Entwicklung noch in einer vergleichsweise frühen Phase befindet, ist das große Potenzial der Technologie nun deutlicher in den Fokus der Investoren gerückt", erläuterten die Experten. Sie warnten allerdings vor einer hohen Schwankungsanfälligkeit der Aktien.
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