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Edelmetall glänzt wieder · 04.09.2017 10:39 Uhr

Gold nahe Jahreshoch

Gold glänzt wieder
Quelle: Wit Olszewski / Shutterstock
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Zum Wochenstart legt der Preise für eine Feinunze des gelben Edelmetalls noch etwas zu. Rückenwind verleihen die erneuten Atomtests in Nordkorea und die dadurch aufkeimenden Unsicherheiten an den Finanzmärkten.

-Von Cornelia Frey, Börse Stuttgart TV Newsredaktion-
Am Montagvormittag kletterte der Goldpreis bis auf 1.339 US-Dollar an, nachdem er die vergangenen Handelswoche bei 1325 US-Dollar geschlossen hatte. Am Wochenende gab es Meldungen von einem Wasserstoff-Bombentest in Nordkorea – das sorgt zum Wochenstart wieder für sorgenvolle Minen auf dem Börsenparkett.
Damit wird Gold wieder seinem Ruf als Krisenwährung gerecht. Der Konflikt um Nordkorea, die Probleme in den USA – das alles hat dem Goldpreis Rückenwind verliehen. So steuern die USA wieder einmal auf die Schuldenobergrenze zu, die Regierung könnte erneut ihre Zahlungsunfähigkeit erklären müssen. Auch die Schwäche des US-Dollars kommt dem Edelmetall zugute. Denn Gold wird am Weltmarkt in US-Dollar gehandelt und wenn sich der US-Dollar verbilligt wird der Kauf für Anleger außerhalb des US-Dollarraums interessanter.

Deutliches Plus seit Jahresanfang

ROHSTOFFE 7:59min, 29. August 2017, 13:42 Uhr
Innerhalb der vergangenen drei Monate stieg der Goldpreis – in US-Dollar - um gut vier Prozent, seit Jahresanfang beträgt das Plus rund 15 Prozent. Von den Rekordnotierungen aus dem Jahr 2011 bei über 1.900 US-Dollar ist das gelbe Edelmetall aber noch weit entfernt.

Wie geht’s weiter?

Im Gespräch mit Börse Stuttgart TV verweist Daniel Rauch, Fondsmanager bei der LBBW Asset Management, auf die Saisonalität, die weiteren Rückenwind verleihen könnte. So war die Wertentwicklung in den Monaten September bis Januar / Februar in den letzten Jahren überdurchschnittlich hoch u.a. aufgrund der Hochzeitssaison in Indien, dem Weihnachtsgeschäft in Europa und hoher Nachfrage in China im Rahmen des Neujahresfestes, wenn Gold als Geschenk sehr beliebt ist. Gegen ein Goldinvestment spricht aus Sicht von Rauch allerdings die aktuelle Positionierung an den Terminmärkten. So wurden jüngst zahlreiche Long-Positionen auf- und Short-Positionen abgebaut.