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Marktbericht: update von 12:30 Uhr · 08.03.2017 12:30 Uhr

Euro-Stärke bremst DAX erneut aus

Junge Geschäftsfrau
Quelle: Peter Bernik / Shutterstock.com
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Zum Abschluss der Börsenwoche liegt der DAX kaum verändert bei 12.295 Punkten. Am Donnerstag hatte er bei 12.296 Zählern mit 0,7 Prozent höher geschlossen. Anleger konzentrieren sich auf den Euro, der bis auf 1,2092 US-Dollar kletterte.

NEWS AUS DEM HANDEL 3:17min, 08. September 2017, 10:34 Uhr
- Von Andreas Groß und Holger Scholze, Börse Stuttgart TV Nachrichtenredaktion - 08.09.2017 -
Der Euro liegt damit auf einem Zweieinhalb-Jahres-Hoch und lässt Waren heimischer Firmen auf dem Weltmarkt weniger wettbewerbsfähig werden.
An der Wall Street hatten sich die US-Indizes nach Börsenschluss in Deutschland kaum bewegt. Der Dow Jones beendete die Sitzung 0,1 Prozent tiefer, während der NASDAQ Composite 0,1 Prozent gewann. Der S&P 500 blieb fast unverändert bei 2.465 Punkten.
In Tokio gab der NIKKEI-225-Index um 0,7 Prozent auf 19.255 Zähler nach. Der chinesische Shanghai Composite stieg um 0,1 Prozent auf 3.370 Punkte.
Mit einem Kursplus von 1,5 Prozent gehören Drillisch zu den Favoriten im TecDax. Die Analysten der Commerzbank werteten den Zusammenschluss mit United Internet positiv und nahmen die Bewertung mit "Buy" und einem Kursziel von 66 Euro wieder auf.
Die deutschen Exporteure sind mit einem leichten Umsatzplus ins zweite Halbjahr gestartet. Sie verkauften im Juli 0,2 Prozent mehr als im Monat davor, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten hier sogar mit einem Plus von rund 1,3 Prozent gerechnet, nachdem es im Juni noch ein kräftiges Minus von 2,7 Prozent gegeben hatte. Die Importe kletterten um 2,2 Prozent und damit so stark wie seit März nicht mehr.

Fed-Mitglied Dudley für schrittweise Zinserhöhungen

Die US-Notenbank Fed sollte ihren Kurs der schrittweisen Zinserhöhungen nach den Worten ihres führenden Mitglieds William Dudley fortsetzen. "Auch wenn die Inflation derzeit etwas unter unserem langfristigen Ziel liegt, ist es nach meiner Beurteilung weiter angemessen, die konjunkturstützende Geldpolitik allmählich zurückzunehmen", sagte der einflussreiche Fed-Chef von New York am Donnerstag. Seine noch vor drei Wochen gegebene Einschätzung, wonach er in diesem Jahr eine weitere Zinserhöhung erwarte, wiederholte er diesmal aber nicht.
Die Notenbank hatte ihren Leitzins in diesem Jahr angesichts des robusten Wirtschaftswachstums, sinkender Arbeitslosigkeit und steigender Beschäftigung zweimal angehoben. "Ich erwarte, dass die US-Konjunktur weiterhin recht gut abschneiden wird", sagte Dudley.

Unterhaltungskonzern Disney stellt sich auf Gewinn-Stagnation ein

Der US-Unterhaltungsriese Walt Disney macht sich dieses Jahr keine Hoffnungen auf Gewinnwachstum. Konzernchef Bob Iger sagte am Donnerstag bei einer Wirtschaftskonferenz, der Gewinn je Aktie werde in diesem Geschäftsjahr in etwa auf dem Niveau des Vorjahres verharren. Damals hatte das Unternehmen 5,72 US-Dollar ausgewiesen, Analysten erwarteten für dieses Jahr bisher 5,88 US-Dollar.
Medienunternehmen wie Disney haben mit der wachsenden Konkurrenz von Online-Angeboten wie Netflix zu kämpfen, die mit ihren Streaming-Diensten Kunden von traditionellen Pay-TV-Abos weglocken. Disney hatte unlängst angekündigt, die Partnerschaft mit Netflix zu beenden und neue Filme über einen eigenen Streaming-Dienst anzubieten.
Igers Pessimismus schlug sich im Börsenhandel nieder: Die Aktien von Disney und die Papiere des Rivalen CBSC gaben jeweils drei Prozent nach, Anteilsscheine von Twenty-First Century Fox büßten sogar vier Prozent ein.

Knorr-Bremse sieht vorerst keine Chance auf Haldex-Deal

Der Autozulieferer Knorr-Bremse hat bei seinen Plänen für eine Übernahme des schwedischen Konkurrenten Haldex einen Rückschlag erlitten. Die schwedische Börsenaufsicht (SSC) lehnte am Donnerstag die Verlängerung der Angebotsfrist ab, die Knorr-Bremse wegen der der kartellrechtlichen Prüfung in Brüssel bis zum 9. Februar hatte ausweiten wollen. Nun läuft die 580 Millionen Euro schwere Offerte an die Aktionäre nur noch bis zum 26. September. Das Haldex-Management, das die Übernahme ablehnt, begrüßte die Entscheidung der SSC. Knorr-Bremse nannte sie dagegen "schwer nachvollziehbar". Ein Abschluss des Angebots innerhalb der laufenden Frist sei nicht möglich. Es werde aber die Möglichkeit für einen neuen Anlauf geprüft, erklärte der Münchener Konzern, der 14,9 Prozent der Haldex-Anteile besitzt..

Medigene gibt neue Aktien aus - Kurs fällt

Medigene fallen heute um 4,4 Prozent. Das Biotechunternehmen gibt neue Aktien aus. Damit soll eine im Zuge der Übernahme der Firma Trianta vereinbarte Meilensteinzahlung in Höhe von zwei Millionen Euro geleistet werden. Es sollen 182.335 Titel emittiert werden.
agr/bstv - Erstellt am 08.09.2017, um 08:19 - Veröffentlicht am 08.09.2017, um 09:10 Uhr.
chs/bstv - Letztmalig aktualisiert am 08.09.2017, um 12:30 Uhr.