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ausgebremst · 08.09.2017 10:35 Uhr

Knorr-Bremse sieht vorerst keine Chance auf Haldex-Deal

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Der Autozulieferer Knorr-Bremse hat bei seinen Plänen für eine Übernahme des schwedischen Konkurrenten Haldex einen Rückschlag erlitten. Die schwedische Börsenaufsicht (SSC) lehnte am Donnerstag die Verlängerung der Angebotsfrist ab.

Nun läuft die 580 Millionen Euro schwere Offerte an die Aktionäre nur noch bis zum 26. September. Das Haldex-Management, das die Übernahme ablehnt, begrüßte die Entscheidung der SSC. Knorr-Bremse nannte sie dagegen "schwer nachvollziehbar".
Ein Abschluss des Angebots innerhalb der laufenden Frist sei nicht möglich. Es werde aber die Möglichkeit für einen neuen Anlauf geprüft, erklärte der Münchener Konzern, der 14,9 Prozent der Haldex-Anteile besitzt.

Haldex-Management stellt sich quer

Die Haldex-Aktionäre hatten Mitte August auf einer außerordentlichen Hauptversammlung für die Verlängerung der Frist votiert. Das Haldex-Management stemmt sich allerdings weiter gegen die Übernahme und schätzt die Chancen für eine Genehmigung der Kartellbehörden als "sehr gering" ein. Die EU-Kommission prüft einen möglichen Zusammenschluss der beiden Bremsenspezialisten eingehend. Sie hat in mehreren Bereichen Bedenken, dass eine zu große Marktmacht entsteht, etwa bei elektronischen Bremssystemen. Knorr-Bremse hat Zugeständnisse angeboten, ob diese ausreichen, ist ungewiss. Bis zum 30. November will die EU-Kommission entscheiden.

langer Bieterkampf

Der Kampf um Haldex zieht sich schon seit mehr als einem Jahr hin. Im Juli 2016 war der Lkw-Zulieferer SAF-Holland mit der Ankündigung einer Offerte vorgeprescht. Das hatte Knorr-Bremse und den Friedrichshafener Zulieferer ZF auf den Plan gerufen. ZF war mit seinem Angebot allerdings gescheitert, weil die Annahmeschwelle von 50 Prozent verfehlt wurde.
agr/bstv/08.09.2017/10:30