Nachrichten

Gastbeitrag der BNP Paribas · 07. März 2017

Sicherheit in unsicheren Zeiten

Gold hat einen überaus erfolgreichen Start ins Jahr 2017 hingelegt; immerhin stieg der Kurs seit Anfang Januar um über 8 Prozent. Und genau dieser aktuelle Aufwärtstrend könnten nun anhalten.

Nun sieht es aber – zumindest auf den ersten Blick – so aus, als könnte dem Edelmetall ein wenig die Puste ausgehen. So signalisieren etwa einige der zuletzt überraschend stark ausgefallenen Konjunkturindikatoren eine weiterhin recht robuste Entwicklung der Wirtschaft. Investoren könnten ihren Blick daher tendenziell eher auf den Aktienmarkt richten, zumal die Finanzierungsbedingungen für Unternehmen auf günstigem Niveau verharren. Auch der recht robuste Dollar spricht nicht gerade dafür, dass Gold an Attraktivität gewinnen sollte, wird doch das Edelmetall wie nahezu jeder Rohstoff in Dollar gehandelt. Gewinnt der Greenback also an Wert, sinkt in der Regel das Gold-Interesse von Investoren außerhalb des Dollar-Raums.

Glänzende Aussichten

Die anziehenden Inflationsraten diesseits und jenseits des Atlantiks – in Deutschland etwa kletterte die Teuerungsrate im Februar auf 2,2 Prozent – und die damit einhergehende Befürchtung einer Geldentwertung könnten sich aber durchaus unterstützend auf den Goldpreis auswirken. Auch die niedrigen beziehungsweise negativen Realrenditen dürften Goldinvestoren in ihre Karten spielen. Hinzu kommen die politischen Unwägbarkeiten in Europa und in den USA, die einige Investoren weiterhin verunsichern könnten. Nicht von ungefähr freuen sich Gold-ETFs daher über eine anhaltend hohe Nachfrage; über 62 Tonnen sind den Gold- ETFs im Februar zugeflossen. Sollte der Goldkurs nun auch noch die wichtige 200-Tage-Linie bei etwa 1.260 Dollar überqueren, könnte Gold das Jahr 2017 auch erfolgreich beenden.