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Die Marktmeinung aus Stuttgart: · 13.09.2017 15:31 Uhr

Das Wahl-Füllhorn

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Wenn man sich den Endspurt des Wahlkampfes zur Bundestagswahl anschaut, müsste es dem Betrachter eigentlich jeden Tag besser gehen. Die Parteien überbieten sich mit wohltuenden Geschenkversprechen in Form von Steuererleichterungen.

-Michael Beck, Leiter Asset Management, Bankhaus ELLWANGER & GEIGER KG- Steuererleichterungen wie, kostenloser Kita-Nutzung, Förderung zum Erwerb von Wohnraum oder sonstigen Wohltaten, welche die Parteien für den Wähler in petto haben. Selbstverständlich beteuern alle Parteienvertreter auch noch nach einem tiefen Blick in die ehrlich dreinschauenden Augen, dass diese Versprechen auch umgesetzt werden, falls sie gewählt werden. Und dies kann man diesmal sogar glauben, da aufgrund der sehr guten Wirtschaftsentwicklung relativ viel Potential vorhanden ist, um diese Wahlversprechen zu erfüllen. Zumindest während des Beginns der Legislaturperiode, wenn die wirtschaftlichen Verhältnisse diese Vorhaben noch tragen.

Aktienquote nach wie vor niedrig

Die Bundesbürger haben diese Wohltaten aus dem Parteien-Füllhorn auch nötig, denn an den überaus positiven Entwicklungen an den Aktienmärkten partizipieren die wenigsten. Zwar blickt nach dem jüngsten Anlegerbarometer der Union-Investment eine Mehrheit der Befragten optimistisch in die Zukunft und sieht auch die Konjunktur, angefeuert von einer gewinnbringenden Globalisierung, positiv.
Den Gedankensprung allerdings, dann auch vermehrt in Investments zu investieren, die von einer solchen Entwicklung profitieren (z.B. Aktien), leistet so gut wie kein Anleger.

Albtraum Job: Milliardär

Derweil erreichen US-amerikanische Aktienmärkte neue Rekordhochs, der deutsche Leitindex steigt bereits wieder den sechsten Tag in Folge und Profi- wie Privatinvestoren fragen sich immer noch, was sie mit ihrem un- bzw. negativverzinsten Anlagekapital tun sollen. Einzig Milliardär möchte man nicht sein, denn für diese Kaste scheint keine Partei etwas übrig zu haben, außer evtl. Steuererhöhungen. Aber die Milliarden sind in der Regel auch in Produktivkapital investiert, was in den letzten Jahren zu ansehnlichen Vermögenszuwächsen geführt hat. Was wiederum beweist, dass es durchaus sinnvoll sein kann, Teile des Vermögens in Risikokapital zu investieren. Man darf gespannt sein, wann dieser Gedanke Einzug in die Altersvorsorge der Bundesbürger hält.
13.09.2017/13:52/15:30