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Marktbericht · 14.06.2017 15:00 Uhr

Wall Street auf Rekordhöhe - Dax tritt trotz wichtiger US-Daten auf der Stelle

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Matahari_Fleckl / shutterstock.com
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Der Inflationsdruck in den USA hat im August wegen höherer Benzinkosten zugenommen. Die Verbraucherpreise kletterten um 1,9 Prozent zum Vorjahresmonat. im Juli lag die Teuerung noch bei 1,7 Prozent. Ökonomen hatten mit 1,8 Prozent gerechnet

NEWS AUS DEM HANDEL 3:06min, 14. September 2017, 15:29 Uhr
Die Benzinpreise zogen so kräftig an wie seit Jahresanfang nicht mehr. Dem Ministerium zufolge lässt sich aber noch nicht sagen, ob dies mit dem Hurrikan Harvey zusammenhängt. Dieser zwang am Monatsende viele Raffinerien in Texas zur zeitweisen Schließung.
Die US-Notenbank (Fed) strebt neben Vollbeschäftigung eine Inflation von zwei Prozent an. Die Währungshüter achten dabei besonders auf Preisveränderungen bei den persönlichen Ausgaben der Verbraucher, hierbei werden Energie- und Nahrungsmittelkosten ausgeklammert. Diese Teuerungskennziffer verharrte im Juli bei 1,4 Prozent. Die Fed hat die Zinsen angesichts der rund laufenden Wirtschaft dieses Jahr bereits zwei Mal angehoben - zuletzt im Juni auf die aktuelle Spanne von 1,00 bis 1,25 Prozent. Sie hat zudem eine weitere Erhöhung für 2017 ins Auge gefasst. Bislang bereitete ihr die unerwünscht niedrige Inflation allerdings Kopfschmerzen.
Der Dax reduziert nach den US Daten nur kurz seine Tagesverluste und fällt ebenso kurz auf ein neues Tagestief von 12499 Punkte zurück. Anschließend stabilisiert sich der Leitindex bei 12.515 Punkten (Minus 0,3 Prozent) – so wie über die die meiste Zeit des bisherigen Handelstages.
Angesichts kräftig steigender Preise in England steuert die Notenbank auf die erste Zinserhöhung seit mehr als zehn Jahren zu. Die Bank of England (BoE) beließ den geldpolitischen Schlüsselsatz zwar auf dem historisch niedrigen Niveau von 0,25 Prozent. Allerdings signalisierte zugleich Bereitschaft zu einer Anhebung "in den kommenden Monaten".
 

Münchener Rück – Gewinnwarnung wegen Hurrikanen

Die Wirbelstürme "Irma" und "Harvey" könnten die Münchener Rück ihr Gewinnziel kosten. Der weltgrößte Rückversicherer sagte, wegen der hohen versicherten Schäden könne trotz der bisher guten Geschäftsentwicklung die Prognose von 2,0 bis 2,4 Milliarden Euro Gewinn für 2017 verfehlt werden. Im laufenden dritten Quartal werde wohl ein Verlust in der Bilanz stehen. Das ist eine Kehrtwende: Beim Branchentreffen in Monte Carlo hatte Münchener-Rück-Vorstand Torsten Jeworrek am Wochenende noch gesagt, sein Konzern sei in Florida nicht so stark engagiert. Jetzt heißt es, die Schäden seien für Münchener Rück derzeit noch nicht quantifizieren.

Maschinenbauer auch 2018 auf Wachstumskurs

Die deutschen Maschinenbauer wollen nach den Zuwächsen 2017 auch im kommenden Jahr eine Schippe drauf legen. Der Aufschwung werde sich fortsetzen und die Produktion 2018 erneut um drei Prozent wachsen, teilte der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) mit. In den wichtigen Auslandsmärkten gebe es weiter eine rege Nachfrage. So dürften die Exporte von Maschinen und Anlagen nach China im kommenden Jahr etwa fünf zulegen. Gleiches gilt für die Ausfuhren in die meisten EU-Staaten.

Niki Lauda bietet für Air Berlin

Niki Lauda will zusammen mit Thomas Cook und dessen Tochter Condor für Teile der Airline bieten. Er selbst werde an dem Konsortium 51 Prozent halten, sagte Lauda dem "Kurier" aus Österreich. Ein Cook-Sprecher bekräftigte, man sei zusammen mit Condor bereit, eine aktive Rolle bei der Air-Berlin-Restrukturierung und der Tochter Niki zu spielen.
agr/bstv/14.09.2017/08:00/08:40