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„Irma“ und „Harvey“ belasten · 14.09.2017 10:30 Uhr

Münchener Rück stellt Gewinnziel in Frage

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Die Münchener Rück, der weltgrößte Rückversicherer, ist offenbar nun doch stärker von den Wirbelstürmen „Irma“ und „Harvey“ belastet worden. Die MüRü könne in Folge der beiden Hurrikane das Gewinnziel für 2017 verfehlen.

Wie die Münchener Rück mitteilte, könne – trotz der bislang guten Geschäftsentwicklung – die Prognose von 2,0 bis 2,4 Milliarden Euro Gewinn für das Gesamtjahr 2017 möglicherweise nicht erreicht werden. Für das laufende dritte Quartal werde, so das Unternehmen weiter, aller Voraussicht nach wohl ein Fehlbetrag zu Buche stehen.
Noch am Wochenende hieß es, dass man nicht so stark in Florida engagiert sei.
Jetzt die Kehrtwende: Durch die beiden Wirbelstürme seien hohe versicherte Schäden zu erwarten, die sich derzeit für das Unternehmen aber noch nicht genau abschätzen ließen. Trotz dieser Naturkatastrophen sei die vorhandene Kapitalbasis aber so ausreichend groß, dass auch weiterhin die volle Rückversicherungskapazität zur Verfügung gestellt werden könne.
Etwas konkretere Annahmen zu den wirtschaftlichen Folgen der Hurrikans gaben unterdessen die Analysten von Moody´s  bekannt, die den Gesamtschaden auf bis zu 92 Milliarden Euro beziffert haben.

schwierige Gesamtsituation

Die Rückversicherungsbranche ist derzeit insbesondere von zwei Seiten unter Druck. Da ist zum einen das anhaltend niedrige Zinsniveau, zum anderen sind die Preise für die Absicherung der Erstversicherer gerade gegen Naturkatastrophen gesunken.
Der größte heimische Wettbewerber der Münchener Rück, die Hannover Rück, hatte erst kürzlich mitgeteilt, dass trotz der bisherigen Wirbelstürme für das Geschäftsjahr 2017 auch weiterhin ein Gewinn von mehr als einer Milliarde Euro erwartet wird.
asc/bstv/14.09.2017/10:30