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Bitcoin Crash · 15.09.2017 08:32 Uhr

Stabilisierung nach Kurseinbruch?

Fünf virtuelle Bitcoins
Quelle: 3Dsculptor/Shutterstock
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Sehr turbulent verliefen die vergangenen Handelstage für die weltweit bekannteste Kryptowährung. Meldungen, wonach einer der größten Handelsplätze für Bitcoins vor dem Aus stehe, sorgten für weiteren Druck.

CHARTS & CO. 13:01min, 13. September 2017, 15:49 Uhr
Der Börsenbetreiber BTC China, einer der weltweit größten Börsenplattformen für Bitcoins, will nach eigenen Angaben zum 30. September aufgeben.
Ab sofort, so hieß es in einer offiziellen Mitteilung, würden keine Neukunden mehr aufgenommen werden. Grund hierfür ist offenbar vor allem das härtere Vorgehen der chinesischen Regierung gegen die Spekulation mit Cyberwährungen.
Dies betrifft nicht nur den Bitcoin, sondern auch alternative Kryptowährungen wie Bitcoin Cash, Ethereum oder auch Ripple. Auch diese „digitalen Währungsableger“ mussten in den vergangenen Handelstagen, vor allem aber auch am gestrigen Donnerstag, herbe Kursrückschläge einstecken.
Insgesamt gibt es derzeit mehr als 900 verschiedene dieser Cyperwährungen, wobei eben der Bitcoin noch immer die größte Aufmerksamkeit erzielt.

Kurssturz der Bitcoin

Der Bitcoin-Kurs sackte am Donnerstag um bis zu 11 Prozent auf ein Fünf-Wochen-Tief von knapp unter 3.500 US-Dollar ab. Am heutigen Freitag scheint sich die Kursentwicklung zunächst zu stabilisieren. Der Bitcoin-Kurs liegt am frühen Morgen mit gut 2 Prozent im Plus, kann sich damit also wieder leicht erholen.
 

500 Prozent Kursanstieg

Trotzdem herrscht in der Investoren- bzw. Spekulantengemeinde eine enorme Verunsicherung. Zu stark ist die Cryptowährung auch in den letzten Monaten gestiegen.
Allein in den vergangenen 12 Monaten stieg die Währung um fast 500 Prozent an und erreichte in der Spitze fast 5.000 US-Dollar. Der meiste Teil des weltweiten Handels erfolgt dabei in China. Sollte nun gerade dort regulatorisch eingegriffen werden, könnte dies – zumindest auf kurze Sicht – zu weiteren Kursrückgängen führen.
Erst Anfang des Monats hat die Regierung in Peking weitere Börsengänge von Kryptowährungten – bis auf Weiteres – verboten. Dabei spricht man von sogenannten Initial Coin Offerings (ICOs), wobei allein in China in den letzten Monaten Investoren mehr als 300 Millionen Euro investiert haben.
 

weitere Schließungen könnten folgen

Experten gehen davon aus, dass nun noch weitere Börsenbetreiber der BTC folgen und ihren Handel einstellen werden. Dies könnte den Markt mir Bitcoins dann weiter ausbremsen.
Ein Markt, der zuletzt an Handelsvolumen enorm zugelegt und damit natürlich die Spekulation erst recht entfacht hat.
Nimmt man die Marktbewertung aller rund 900 Cyperwährungen zusammen, so kommt man nach neuesten Schätzungen auf eine Marktkapitalisierung von mehr als 120 Milliarden US-Dollar.
asc/bstv/15.09.2017/08:00