Nachrichten

Zinsschritte angekündigt · 21.09.2017 08:00 Uhr

US-Notenbank Fed will Billionen-Bilanz abbauen

Notenbank in Washington, D.C.
Quelle: Thomas Barrat / Shutterstock.com
Beitrag teilen
Die US-Notenbank Fed hat auf ihrer Sitzung am Mittwoch einen behutsamen Einstieg in den Ausstieg aus der ultraexpansiven Geldpolitik mit ihren „unkonventionellen“ Maßnahmen beschlossen. Die billionenschwere Bilanz der Fed wird abgebaut

Ab Oktober soll er nun beginnen, der schrittweise Abbau der Bilanz der Fed, die aktuell ein Volumen von rund 4,5 Billionen US-Dollar erreicht hat. Und die Fed hat dafür nun auch einen Plan vorgestellt. Der Abbau der Bilanz soll mit einem Betrag von 10 Milliarden Euro beginnen. Pro Monat. Pro Quartal soll sich dieser Betrag um weitere 10 Milliarden erhöhen. Nach rund einem Jahr wären dann 50 Milliarden Euro pro Monat erreicht. Dieses Abbautempo soll dann beibehalten werden. Dabei werden auslaufende Zinspapiere immer weniger durch Neukäufe ersetzt. Letztlich wird es bei diesem Tempo Jahre brauchen, bis die Bilanz der Fed wieder Vorkrisenniveau erreicht und damit eine Summe von weniger als 1 Billion US-Dollar.

Abbau in homöopathischen Dosen - Trippelschritte bei Zinsen

Alles in allem spricht die Fed selbst von einer graduellen Anpassung der Geldpolitik. Dies betrifft auch den klassischen geldpolitischen Sektor, nämlich den Zins. Auch hier wird es auch künftig weiterhin nur vorsichtig nach oben gehen. Die Fed Funds Rate, so die Fed, dürfte in diesem Jahr wohl noch einmal angehoben werden. Aktuell liegt der US-Leitzins weiterhin in einer Spanne zwischen 1,00 und 1,25 Prozent. Die meisten Beobachter rechnen nun für Dezember mit einem weiteren Trippelschritt in Höhe von 0,25 Prozent. Für das kommende Jahr geht dann der FOMC, das geldpolitische Entscheidungsgremium der Fed, von drei weiteren Zinsanhebungen aus – ein recht klares Signal an den Markt, dass die Fed sich nicht von diesem Kurs abbringen lassen möchte. Bislang waren viele Marktteilnehmer doch noch recht skeptisch, ob die Fed wirklich in dieser Weise standhaft bleibt.
 

verhalten positive Projektionen für Inflation und Arbeitsmarkt

Auch wenn die Fed für dieses Jahr ein etwas stärkeres Wirtschaftswachstum erwartet, wird die Inflation auf absehbare Zeit unter dem Ziel von 2 Prozent verharren. Bei moderatem Wachstum hofft die Fed aber darauf, dass sich die Inflation in der Nähe des Inflationsziels einpendelt. Gleichzeitig erwartet die US-Notenbank eine weitere Verbesserung der Bedingungen am Arbeitsmarkt.
asch/bstv/21.09.2017/08:00