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Marktbericht: update von 16:30 Uhr · 25.06.2017 16:30 Uhr

Bildung der Jamaica-Koalition schwierig: DAX verharrt nach der Wahl

Flagge von Jamaica
Quelle: Kisov Boris / Shutterstock.com
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Die Aussicht auf zähe Koalitionsverhandlungen und der Einzug der rechtspopulistischen AfD in den Deutschen Bundestag sorgen für Unsicherheit an der Börse. Der etwas leichtere Euro stützt allerdings den DAX.

NEWS AUS DEM HANDEL 3:15min, 25. September 2017, 10:21 Uhr
- Von Holger Scholze, Börse Stuttgart TV Nachrichtenredaktion - 25.09.2017 -
Aus Sicht der Börsianer ist das Ergebnis der Bundestagswahl die Unsicherheit über die Regierungsbildung in Deutschland. Als wahrscheinlichste Variante gilt die Formierung einer "Jamaica"-Koalition aus CDU/CSU, FDP und BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN. Allerdings dürfte es äußerst schwierig werden, die verschiedenen Positionen aufeinander abzustimmen. Insofern könnte Deutschland eine gewisse politische Instabilität drohen.
Der Euro gab um rund einen US-Cent nach und notiert aktuell bei 1,1880 US-Dollar. Durch eine schwächere Gemeinschaftswährung werden Waren und Dienstleistungen aus der Eurozone auf dem Weltmarkt günstiger und damit wettbewerbsfähiger. Das stützt heute den DAX, der zur Stunde bei 12.600 Punkten mit 0,1 Prozent im Plus liegt.
Unterdessen zeigt sich der Dow-Jones-Index in New York bei 22.320 Zählern mit 0,1 Prozent im Minus.

RWE hält die rote Laterne im DAX

Die Spekulationen auf eine Regierungsbeteiligung von BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN haben Anleger von RWE offenbar verschreckt. Die Aktien des Energiekonzerns brachen heute um 5,2 Prozent auf 19,18 Euro ein.
Mit Blick auf die Energiepolitik ist die Positionierung der CDU/CSU, FDP und den GRÜNEN sehr unterschiedlich. Von den zu erwartenden Diskussionen könnte RWE mit seinen Kohlekraftwerken besonders betroffen sein.

Deal um Air Berlin könnte Lufthansa 300 Millionen Euro kosten

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, soll die Deutsche Lufthansa einem Insider zufolge im Übernahmekampf um die insolvente Air Berlin mit einem Finanzbedarf von rund 300 Millionen Euro rechnen. Dabei liege der Kaufpreis für den Teil, welcher für die Lufthansa interessant sei, bei 200 Millionen Euro. Dazu kämen bis zu 100 Millionen Euro Betriebskosten in der Übergangszeit.
Zwischen der Unterzeichnung eines Kaufvertrages und dem Vollzug könnten Branchenexperten zufolge noch etwa drei Monate vergehen, weil die Zustimmung der deutschen und europäischen Wettbewerbsbehörden abgewartet werden müsse.
Der Gläubigerausschuss von Air Berlin hatte am Donnerstag beschlossen, bis zum 12. Oktober zunächst mit der Deutschen Lufthansa sowie dem britischen Billigflieger easyJet weiter zu verhandeln.
Die Aktien der Lufthansa liegen aktuell bei 23,13 Euro mit 1,1 Prozent im Plus.

Analystenempfehlungen beflügeln Wacker Chemie

Die Aktien von Wacker Chemie legen im MDAX um 1,7 Prozent auf 118,55 Euro zu.
Zuvor hatten die Analysten der Berenberg Bank ihre Einschätzung von "halten" auf "kaufen" angehoben und das Kursziel von 112 auf 135 Euro nach oben korrigiert.
Die Analysten von JP Morgen behielten ihr Rating mit "übergewichen" bei und hoben das Kursziel von 115 auf 122 Euro an.
 
chs/bstv: Erstellt am 25.09.2017, um 9:15 Uhr. Letztmalig aktualisiert am 25.09.2017, um 16:30 Uhr.