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Sportartikelhersteller mit Rekordgewinn · 08. März 2017

Adidas lässt die Muskeln spielen

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Das nennt man einen gelungen Start. Kasper Rorsted, seit August 2016 der neue CEO bei adidas, kann auf seiner ersten Bilanzpressekonferenz Rekordzahlen verkünden. Die Dividende soll nun um 25 Prozent angehoben werden.

NEWS AUS DEM HANDEL 2:54min, 08. März 2017, 10:09 Uhr
2016 war für adidas ein „außergewöhnliches Jahr“, so der neue Vorstandschef des DAX-Konzerns. Erstmals in der Firmengeschichte knackt der Konzern aus Herzogenaurach die magische Gewinnmarke von einer Milliarde Euro (1,019 Milliarden Euro) und verzeichnet somit eine Gewinnsteigerung von mehr als 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im gleichen Zeitraum stieg der Umsatz um 18 Prozent auf 19,3 Milliarden Euro.
Ein Beleg dafür, dass adidas mittlerweile immer profitabler arbeitet. Ein wichtiger Schritt in Richtung des Dauerrivalen Nike. Der US-Konkurrent erzielt vor allem mit seinen Turnschuhen hochprofitable Margen.
 

Adidas wächst in allen wichtigen Märkten

Vor allem das Geschäft in Europa, den USA und China brummt. In allen der drei genannten Märkte konnte adidas die Umsätze (währungsbereinigt) um 20 bis 28 Prozent steigern.
Zumindest in den USA scheint der Erfolg jedoch teuer erkauft. Um näher an den Rivalen Nike heranzurücken und „Emporkömmlinge“ wie Under Armour auf Abstand zu halten, pumpte adidas in den vergangenen Jahren hunderte Millionen in Werbung und Sponsoring, um die Absätze in den USA zu steigern. Zumindest kurzfristig scheint der Erfolg diese Strategie zu bestätigen.
 

Kasper Rorsted mit optimistischem Ausblick

„Aufbauend auf unserer Performance im Jahr 2016 setzen wir unsere Dynamik auch in diesem Jahr fort und werden 2017 erneut starke Umsatz- und Gewinnverbesserungen erzielen“, so der adidas-Chef.
In Zahlen ausgedrückt heißt das, dass adidas die Gewinne im kommenden Jahr um 18 bis 20 Prozent steigern möchte. Das Gewinnziel wird somit auf 1,225 Milliarden Euro angehoben. Die Umsätze sollen in den kommenden Monaten zwischen 11 und 13 Prozent ansteigen.
Es sind sehr ambitionierte Ziele, die sich adidas für die kommenden Jahre steckt und es scheint ein wenig als sorge insbesondere Kasper Rorsted für ein ordentliches Maß an Euphorie beim Sportartikelkonzern, aber vor allem auch bei den Aktionären.
Zumindest die Aktionäre können sich bereits heute freuen, denn die Dividende soll um 25 Prozent auf dann zwei Euro angehoben werden.
Und wer adidas schon ein wenig länger die Treue hält, für denjenigen scheint angesichts der jüngsten Kursrally die Dividende jedoch nicht mehr als ein Zubrot: Seit Beginn des vergangenen Jahres hat sich der Wert der adidas-Aktie immerhin mehr als verdoppelt.