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Brent Crude Oil auf 2-Jahres-Hoch · 26.09.2017 09:21 Uhr

Türkische Drohung wirkt

Öl Förderung
Quelle: matthew25 / Shutterstock
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Die Preise für schwarzes Gold klettern weiter nach oben. Für Rückenwind sorgen die jüngsten Kommentare von Opec-Vertretern, aber auch die Streit um das Kurdenreferendum im Irak.

-Von Cornelia Frey, Börse Stuttgart TV Newsredaktion-
Nach einem starken Wochenauftakt legen die Ölpreise am Dienstag weiter zu. Insbesondere die Drohung der Türkei, Öllieferungen aus dem kurdischen Teil des Iraks zu blockieren treibt die Preise an. Deshalb legt insbesondere der Preis für die Nordsee-Sorte Brent Crude Oil zu und notiert mittlerweile mit knapp 60 US-Dollar auf dem höchsten Stand der vergangenen zwei Jahre.
Ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) legt nur leicht zu. WTI kostet derzeit mit rund 52 US-Dollar erstmals wieder so viel wie im April dieses Jahres.

Streit um Kurden-Referendum

Am Montag hatte die türkische Regierung damit gedroht, keine Rohöllieferungen mehr aus dem kurdischen Teil des Irak durch die Türkei fließen zu lassen. Aller Kritik zum Trotz hatten die Kurden im Nordirak in einem historischen Referendum über ihre Unabhängigkeit abgestimmt. Die Türkei, in der viele Kurden leben, lehnt eine Unabhängigkeit ab, da sie eine Destabilisierung der Region befürchtet.
Bereits am Freitag hatten sich Vertreter der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) optimistisch gezeigt, dass die Ölpreise weiter zulegen. Nachdem die Rohölpreise im Juni noch bis auf 44 (Brent Crude Oil) bzw. rund 42 US-Dollar (WTI) gefallen waren, liessen der schwächere US-Dollar und die Erwartungen einer stärken Ölnachfrage die Notierungen wieder zulegen.