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Marktbericht: update von 17:00 Uhr · 27.06.2017 17:00 Uhr

Schwächerer Euro stützt den DAX - Siemens und Alstom bilden neuen Bahntechnik-Konzern

Mann vor einer Tafel mit Charts
Quelle: Production Perig / Shutterstock.com
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Der DAX zeigt sich heute mit grünen Vorzeichen. Dabei wird er vor allem durch den schwächer tendierenden Euro gestützt. Nun warten die Anleger auf Details zu den Steuerplänen in den USA, die am Abend bekannt gegeben werden sollen.

NEWS AUS DEM HANDEL 4:08min, 27. September 2017, 11:04 Uhr
- Von Holger Scholze, Börse Stuttgart TV Nachrichtenredaktion - 27.09.2017 -
Die Gemeinschaftswährung notiert aktuell bei 1,1745 US-Dollar und damit deutlich unter dem Mitte September erreichten Zweieinhalb-Jahres-Hoch von 1,2092 US-Dollar. Die Aussicht auf weiter steigende US-Zinsen lassen risikoärmere Anlagemöglichkeiten im US-Dollar-Raum für Investoren attraktiver erscheinen. Dadurch wurde der "Greenback" zuletzt gestützt und der Euro geschwächt.
Damit verbessern sich allerdings die Exportchancen deutscher Unternehmen auf dem Weltmarkt, was wiederum dem DAX Halt verleiht.
Das deutsche Börsenbarometer notiert zur Stunde bei 12.665 Punkten mit 0,5 Prozent im Plus.
Der Dow-Jones-Index liegt bei 22.300 Zählern mit 0,1 Prozent im Plus.
Nun warten die Börsianer mit großer Spannung auf eine Rede von Donald Trump. Der US-Präsident will offenbar heute Abend nach achtmonatiger Vorbereitung im US-Bundesstaat Indiana seine Pläne für umfassende Steuererleichterungen vorlegen.

Siemens und Alstom schmieden Bahntechnik-Konzern

Der ICE und der TGV werden künftig aus einem Haus kommen. Denn der Münchener Siemens-Konzern möchte seine Bahntechnik-Sparte mit der französischen Alstom fusionieren. Damit soll vor allem ein stärkeres Bollwerk gegen den chinesischen Branchenriesen CRRC geschaffen werden.
Es entstehe ein Konzern mit 15,3 Milliarden Euro Umsatz und einem Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) von 1,2 Milliarden Euro, wie beide Unternehmen bereits am Dienstagabend mitgeteilt hatten. Damit ist man allerdings gerade mal halb so groß wie der Weltmarktführer CRRC aus China. In sechs Jahren will man aber auf einen Umsatz von mehr als 20 Milliarden Euro kommen. Das deutsch-französische Unternehmen soll bis dahin pro Jahr um mindestens vier Prozent wachsen.
Geplant sei eine "Fusion unter Gleichen". Dafür bringt Siemens seine Sparte "Mobility" bei Alstom ein und erhält im Gegenzug fünfzig Prozent der Anteile an dem fusionierten Konzern. Dieser soll an der Pariser Börse notiert bleiben und seinen Sitz im Großraum Paris haben.
Geführt wird das neue Unternehmen vom bisherigen Alstom-Chef Henri Poupart-Lafarge. Den Alstom-Aktionären wird die Fusion mit zwei Sonderdividenden über 1,8 Milliarden Euro versüßt.
Die Alstom-Aktien notieren aktuell bei 35,19 Euro mit 4,6 Prozent im Plus. Siemens-Papiere verteuerten sich bisher um 1,5 Prozent auf 118,30 Euro.
 
chs/bstv - Erstellt am 27.09.2017, um 9:15 Uhr. Letztmalig aktualisiert am 27.09.2017, um 17:00 Uhr.