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Marktbericht von 14:00 Uhr · 12. Mai 2017

Dax zum Wochenende im Sofamodus

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Surachet Meewaew / Shutterstock.com
Der Dax tritt auf der Stelle - auch auf Wochensicht. United Internet krallt sich Drillisch, Aktien haussieren. Allianz und Thyssen nach Zahlen unter Druck

NEWS AUS DEM HANDEL 3:15min, 12. Mai 2017, 11:40 Uhr
Andreas Groß, Börse Stuttgart TV Nachrichten
Neben den Firmenbilanzen wie von ThyssenKrupp, Allianz und Innogy richten Anleger ihre Aufmerksamkeit auf die US-Einzelhandelsumsätze. Außerdem steht das Verbrauchervertrauen der Universität Michigan an. Der private Konsum gilt als Hauptstütze der weltgrößten Volkswirtschaft. Der Mobilfunksektor steht im Fokus. Dort dreht sich das Übernahme-Karussell..
Adidas, BMW und FMC werden ex Dividende gehandelt.
Der Dax startet etwas fester und pendelt in einer engen Handelsspanne von gerade mal 20 Punkten über dem Schlusskurs vom Donnerstag. Auf Wochensicht bewegt sich der Markt seitwärts.
Euwax Sentiment Index
Der Privatanleger-Index Euwax Sentiment spiegelt das Verhalten von Privatanlegern wider. Ein positiver Wert bedeutet, dass die Mehrheit der Anleger auf steigende Kurse setzt, während ein negativer Wert bedeutet, dass die Mehrheit der Anleger eher von einem sinkenden Markt ausgeht.
Am Freitag pendelt der Sentiment mit moderaten Ausschlägen von maximal 30 Punkten um die neutrale Null-Linie

Thyssen hebt Gewinnprognose

ThyssenKrupp hat nach Zuwächsen seine Jahresprognose für das operative Geschäft leicht angehoben, erwartet aber unter dem Strich hohe Verluste. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) sei im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2016/17 (per Ende September) um knapp ein Drittel auf 427 Millionen Euro gestiegen. Analysten hatten mit 404 Millionen Euro gerechnet. Im Gesamtjahr peile Thyssenkrupp nun im Konzern operativ 1,8 Milliarden Euro an nach 1,47 Milliarden im Vorjahreszeitraum - das sind 100 Millionen Euro mehr als bislang

United Internet krallt sich Drillisch

United Internet will den Rivalen Drillisch übernehmen. Dazu bringt United Internet seine Tochter 1&1 Telecommunication bei Drillisch ein. Dadurch solle das Mobilfunk- und Festnetzgeschäft von United Internet mit dem Mobilfunkgeschäft von Drillisch zusammengeführt werden. Das neue Unternehmen wäre die Nummer vier in Deutschland hinter Telekom, Vodafone und O2. Die Drillisch-Aktionäre bekommen von United Internet ein Übernahmeangebot über 50 Euro je Aktie. Damit ist der Deal mit vier Milliarden Euro bewertet.

Allianz: Pimco liefert wieder!

Die Allianz steigert das operative Ergebnisse im ersten Quartal. Grund ist vor allem ein deutlicher Gewinnanstieg in der Lebens- und Krankenversicherung sowie in der Vermögensverwaltung mit der Fonds-Tochter Pimco zu. Vorläufige Zahlen hatte der Konzern bereits vergangene Woche anlässlich der Hauptversammlung vorgelegt. Konzernweit stieg der operative Gewinn um 9,4 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro. Der Umsatz kletterte um 2,5 Prozent auf 36,2 Milliarden Euro. Der Nettogewinn des Konzerns sackte jedoch um 15 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro ab, was einer hohen Vergleichsbasis aus dem Vorjahr geschuldet war.Die Schaden-Kosten-Quote verschlechterte sich, sie stieg auf 95,6 von 93,3 Prozent. Je niedriger die Quote, desto profitabler arbeitet eine Versicherung.

Hafenkonzern HHLA mit kräftigem Gewinnplus zu Jahresbeginn

Der Hamburger Hafen- und Logistikkonzern (HHLA) hat den Gewinn kräftig gesteigert und blickt optimistisch in die Zukunft. Der Betriebsgewinn stieg zu Jahresbeginn um gut zehn Prozent auf 45,2 Millionen Euro, wie der das Unternehmen am Freitag mitteilte. Dazu trug vor allem ein deutliches Plus im Containerumschlag bei. In den ersten drei Monaten kletterte die Zahl der an den Kaimauern bewegten Stahlboxen um 10,3 Prozent auf 1,8 Millionen Stück. Dabei profitierte die HHLA nach eigenen Angaben vor der Erholung im Warenverkehr mit Asien und einem deutlichen Anstieg der Zubringerverkehre (Feeder) mit den Ostseehäfen.
Stahlhändler KlöCo traut sich 2017 mehr zu
Der Stahlhändler Klöckner & Co hat nach einem guten Start ins zweite Quartal seine Ergebniserwartung erneut in die Höhe geschraubt. KlöCo rechne nun für 2017 mit einer Steigerung des operativen Gewinns (Ebitda) um "mindestens zehn Prozent" im Vergleich zu den 196 Millionen Euro aus dem Vorjahr, kündigte KlöCo-Chef Gisbert Rühl bei der Hauptversammlung am Freitag in Düsseldorf an. Zuletzt hatte er eine Steigerung in einer Bandbreite von fünf bis zehn Prozent angepeilt. Zudem erwarte KlöCo einen höheren Umsatz, sagte Rühl nun weiter. Hintergrund sei eine anziehende Nachfrage und ein im Durchschnitt höheres Niveau der Stahlpreise. Für das zweite Quartal stellte Rühl erneut einen operativen Gewinn von 60 bis 70 Millionen Euro in Aussicht.