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Nike-Gewinn geht deutlich zurück · 27.09.2017 09:30 Uhr

Adidas macht Nike das Leben schwer

Sportschuhe Nike / Adidas
Quelle: withGod / Shutterstock
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Sinkende Umsätze in den USA und rückläufige Absätze der Zweitmarke Converse machten Nike im abgelaufenen Quartal zu schaffen. Der Umsatz stagnierte, der Überschuss ging gegenüber dem Vorjahr um ein Viertel zurück.

-Von Cornelia Frey, Börse Stuttgart TV Newsredaktion-
Im Geschäftsquartal bis Ende August sank der Überschuss verglichen mit dem Vorjahreswert um 24 Prozent auf 950 Millionen US-Dollar (805 Mio Euro) Dies begründete Nike insbesondere mit einer deutlich gestiegenen Steuerquote aufgrund einer Umstellung der Bilanzierung. Der Umsatz stagnierte bei 9,1 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen am Dienstagabend nach Börsenschluss mitteilte. Während Nike die Erlöse unter eigener Marke dank guter China-Geschäfte leicht steigern konnte auf 8,6 Milliarden Dollar, stand bei Converse ein Minus von 16 Prozent zu Buche.
Gut laufenden Geschäften in China standen die Probleme auf dem Heimatmarkt gegenüber. Konkurrenten wie Adidas und Under Armour machten Nike zu schaffen. In den USA ging der Umsatz um drei Prozent zurück.
Adidas war in den USA zuletzt sehr dynamisch unterwegs und konnte den Abstand zum Konkurrenten verringern. Im zweiten Quartal kletterte der USA-Umsatz der Deutschen um fast 30 Prozent. Experten rechnen damit, dass sich der Wettbewerb zwischen den beiden weiter verschärfen wird. Um mehr Platz in den Regalen der amerikanischen Sporthändler zu erobern nimmt der fränkische Sportkonzern viel Geld in die Hand.

Bestechungsskandal bei Adidas?

Für Adidas lief es in den letzten Tagen allerdings alles andere als rund und die Bestechungsvorwürfe kratzen am Image. Am Dienstag hat die amerikanische Bundespolizei FBI zehn Personen wegen Bestechung und Betrug verhaftet, darunter einen Adidas-Manager, der für Basketball-Marketing zuständig ist. Die Ermittler vermuten, dass im amerikanischen College-Basketball Bestechungsgelder flossen, um Spieler an bestimmte Universitäten zu locken und damit auch an Marken zu binden. Zudem soll es um lukrative Finanzberatungsverträge gegangen sein.

Anleger reagieren leicht enttäuscht auf Nike-Zahlen

An der Börse reagierten die Anleger verhalten auf die Zahlenvorlage und die Nike-Aktien verloren nachbörslich gut ein Prozent. Die Aktie notiert aktuell auf dem Niveau vom Jahresanfang, nachdem der Kurs im Hochsommer deutlich zugelegt hatte.
Die Adidas-Aktie ist am Mittwoch leicht höher in den Handel gestartet, nachdem sie am Vortag über zwei Prozent mit den Bestechungsvorwürfen verlor.