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Verkauf bringt eine Milliarde Euro ein · 29.09.2017 14:35 Uhr

Bayer gibt Kontrolle bei Covestro ab

Bayer-Kreuz auf einem Firmengebäude
Quelle: ricochet64/Shutterstock
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Der Bayer-Konzern hat sich von weiteren Covestro-Anteilen getrennt und somit die Kontrolle über die Gesellschaft endgültig abgegeben. Die Veräußerung bringt Bayer gut eine Milliarde Euro ein.

Bayer hat sich nun offiziell von weiteren 6,9 Prozent der bisher gehaltenen Covestro-Aktien getrennt und somit die Kontrolle über die Gesellschaft endgültig abgegeben. Der vom DAX-Konzern gehaltene Anteil an Covestro reduziert sich somit gleichzeitig auf 24,6 Prozent. Der Bayer Pension Trust hält allerdings weitere 8,9 Prozent. Bei Bayer sieht man die vollzogene Transaktion durchaus positiv: "Damit sind wir unserem Ziel, uns mittelfristig vollständig von Covestro zu trennen, einen großen Schritt nähergekommen", so der Vorstandsvorsitzende von Bayer Werner Baumann.

Bayer verzichtet auf bestimmte Stimmrechte

Neben der eigentlichen Transaktion wurde eine Reihe von Nebenabsprachen getroffen. So haben sich Käufer im Rahmen einer sogenannten Lock-up-Vereinbarung verpflichtet, die erworbenen Anteile bis zum 11. Dezember dieses Jahres nicht zu veräußern. Aufgrund von Sondervereinbarungen bleibt jedoch das Kurs-Risiko bis zum 11. Dezember bei der Bayer AG. Eine Sondervereinbarung gibt es allerdings nicht nur gegenüber den Investoren: Zwischen Bayer und Covestro wurde ein sogenannter Entherrschungsvertrag abgeschlossen. Durch diesen Entherrschungsvertrag verzichtet Bayer verbindlich auf die Ausübung bestimmter Stimmrechte bei Covestro-Hauptversammlungen. Durch diese Vereinbarung soll sichergestellt werden, dass Covestro im Rahmen des Bayer-Konzernabschlusses nicht mehr vollständig konsolidiert werden muss.

Mehrheit der Analysten rät Bayer zu "kaufen"

In Bezug auf die Bayer-Aktie überschlagen sich die Analysten seit einigen Wochen beinahe mit positiven Kommentaren. So gibt es aktuell ganze 15 Kauf-Empfehlungen für die Anteilsscheine der Leverkusener, wovon ganze sechs aus den vergangenen zwei Wochen resultieren. Das ambitionierteste Kursziel mit 140 Euro pro Anteilsschein setzte dabei erst gestern die Baader Bank ab. Nach ihrer Fachkonferenz mit 20 Chemiekonzernen seien sie kurzfristig klar positiv gestimmt, so die Analysten von Baader in einer Branchenstudie vom Donnerstagabend.
 
Erstellt am 29.09.2017 um 08:30 Uhr
Veröffentlich am 29.09.2017 um 08:35 Uhr