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Marktmacher des Monats · 23. März 2017

2020 - Der Sport gewinnt

verschiedene Bälle
Quelle: Shutterstock
Nichts fasziniert Menschen weltweit wie der Sport. Er wird zur Wachstumsbranche mit vielen Facetten, von Stars und Sponsoring bis zur eigenen Fitness. Das bietet auch Ansatzpunkte für Privatanleger.

Der Wirtschaftszweig Sport hat viele Facetten.  Entsprechend breit sind die Investmentmöglichkeiten in Unternehmen, Branchen und Länder – jeweils mit spezifischen Chancen und Risiken.
 

Globale Konsummarken im Fokus

Verbraucher weltweit konsumieren so viel Sport wie nie – und entsprechende Produkte. Auf diese Absatzchancen setzen die großen Sportartikelhersteller. Allerdings ist ihr Geschäft kein Selbstläufer: Wer im dynamischen Umfeld von Sport, Stars und Lifestyle aktuelle Modetrends verpasst, kann schnell unter Druck geraten. Ähnlich ist es bei Medienunternehmen, die gut an Sportübertragungen verdienen. Gehen TV-Rechte verloren, wird die Abhängigkeit vom Sport rasch zum Problem. Daneben spielen globale Konsumgüterkonzerne eine zentrale Rolle. Sie haben die Finanzkraft, um die hohen Preise für die begehrten Werbeplätze zu zahlen und so ihre Marken weltweit zu positionieren. Aktien von Unternehmen aus den drei Branchen sind an der Börse Stuttgart täglich von 8 bis 22 Uhr handelbar. Titel von Medienunternehmen, Sportausrüstern und Konsumgüterherstellern finden sich zudem in breiten Konsumgüter-Indizes, zu denen an der Börse Stuttgart 14 Exchange Traded Funds gelistet sind. Noch gezielter lässt sich mit einigen Index-Zertifikaten investieren, die spezielle Aktienindizes zum Thema Sport abbilden.

Megaereignisse geben Impulse

Große Sportereignisse entfalten oft eine positive ökonomische Wirkung für das entsprechende Land. Dabei geht es um Investitionen, Tourismus und Konsum. Wie ausgeprägt solche Effekte ausfallen können, zeigt ein Zahlenbeispiel: Wer seit 1972 im Jahr der olympischen Sommerspiele  jeweils in den Aktienindex des Ausrichterlandes investierte, konnte in diesem Jahr einen durchschnittlichen Wertzuwachs von 17,1 Prozent  erzielen. Das ist mehr als doppelt so viel wie beim globalen Aktienindex MSCI World in denselben Zeiträumen. Oben auf dem Treppchen steht Südkorea, dessen Aktienmarkt im Olympiajahr 1988 sogar dreistellig zulegte. Allerdings sollten Anleger ein Engagement jeweils genau prüfen, denn natürlich sind immer auch Verluste möglich. Chinas Leitindex etwa büßte 2008 rund 61 Prozent ein – die Finanzkrise wog damals schwerer als der Einfluss der Sommerspiele in Peking. An der Börse Stuttgart steht Anlegern das gesamte Spektrum der in Deutschland handelbaren ETFs zur Verfügung – unter 800 Aktien-Indexfonds finden sich natürlich auch Papiere zu Olympia-Gastgeberländern.
 

TECHNOLOGIEKONZERNE AM START

Der Sport wird digital: Das Geschäft mit dem E-Sport etwa bringt die Technologiebranche ins Spiel. Statt klassischer Medienunternehmen bedienen hier Internetkonzerne mit Online-Übertragungen die wachsende Fangemeinde. Eine weitere Zielgruppe sind Konsumenten, die selbst aktiv sein möchten: Sie nutzen das sogenannte Healthtracking, also die digitale Vermessung der eigenen Gesundheit. Dabei sind heute vor allem Hardware und Services zur Datenauswertung gefragt. Neben spezialisierten Anbietern wollen auch viele etablierte Technologieunternehmen in diesem Geschäftsfeld Fuß fassen. Neben Einzelaktien stehen für diversifizierte Investments in die Branche an der Börse Stuttgart 18 ETFs auf Technologie-Indizes zur Verfügung. Dazu zählen der globale MSCI World Information Technology Index, aber auch nationale Branchenbarometer wie der TecDAX oder der Nasdaq 100. Dieser US-Index ist auch der Basiswert von rund 1.100 Discount-Zertifikaten und rund 1.300 Bonus-Zertifikaten. Mit den strukturierten Produkten können Anleger die eigene Marktmeinung und Risikoneigung präzise abbilden.