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Gastbeitrag Commerzbank Research · 10.10.2017 10:50 Uhr

DAX – noch unentschlossen

Blaue Taste mit der Aufschrift
Quelle: Maksim Kabakou/Shutterstock
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Zumindest aus technischer Sicht scheint die Luft für den deutschen Leitindex langsam dünner zu werden. Das Risiko eines Rücksetzers bleibt - aus technischer Sicht - deutlich erhöht, so die Analysten der Commerzbank.

Der DAX eröffnete gestern freundlich und konnte noch in der ersten Handelsstunde eine neue Bestmarke bei 12.997 Punkten markieren. Dort setzten Gewinnmitnahmen ein, die die Notierung im Verlauf des Vormittags auf ein Tagestief bei 12.944 Punkten drückten. Darüber startete der Index eine volatile seitwärts bis leicht aufwärts gerichtete Bewegung und schloss am 61,8%-Retracement der vorausgegangenen Abwärtsbewegung bei 12.976 Punkten.

Unentschlossenheit auf hohem Niveau

Im Tageschart formte er eine Doji-Kerze, die Unentschlossenheit auf dem erreichten hohen Kursniveau signalisiert. Die Chance auf ein Ausreizen des unmittelbaren Restpotenzials bei aktuell 13.030 Punkten bleibt bestehen, solange die Supportzone bei 12.934-12.944 Punkten nicht unterschritten wird. Ein signifikanter Tagesschluss über der Hürde bei 13.030 Punkten würde weiteres Anschlusspotenzial signalisieren. Mögliche nächste Ziele lassen sich darüber bei 13.176 Punkten, 13.237/13.246 Punkten sowie 13.621/13.635 Punkten ausmachen.

Risiko eines Rücksetzers bleibt deutlich erhöht

Das Risiko eines zeitnah einsetzenden Rücksetzers bleibt unterdessen angesichts der überhitzten Markttechnik und des euphorischen Anlegersentiments deutlich erhöht. Entsprechend sollten die Stops bestehender Long-Positionen zur Gewinnsicherung engmaschig nachgezogen werden. Neue Engagements auf der Long-Seite erscheinen lediglich in deutlichere Kursschwäche hinein unter Chance-Risiko-Aspekten attraktiv. Sollte der Support bei 12.934-12.944 Punkten unterschritten werden, entstünde ein erstes Warnsignal. Weitere unmittelbare Abgaben in Richtung 12.894 Punkte und eventuell 12.829-12.850 Punkte sollten dann eingeplant werden. Mit einem Tagesschluss unterhalb der letztgenannten Zone würde eine deutlichere Korrekturphase wahrscheinlich.
 

Quelle: Commerzbank AG
 
Erhalten von der Commerzbank AG am 10.10.2017 um 10:41 Uhr
Veröffentlicht durch die Börse Stuttgart am 10.10.2017 um 10:50 Uhr
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