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Marktbericht: update von 16:30 Uhr · 12.07.2017 16:30 Uhr

DAX erstmals über 13.000 - Lufthansa kauft Air Berlin

Hürdenläuferin
Quelle: vectorfusionart / Shutterstock.com
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Das deutsche Börsenbarometer konnte am Nachmittag erstmals in seiner Geschichte die Marke von 13.000 Punkten überwinden. Unterdessen hat sich die Lufthansa mit Air Berlin geeinigt und übernimmt einen großen Teil der insolventen Airline.

NEWS AUS DEM HANDEL 2:25min, 12. Oktober 2017, 16:36 Uhr
- Von Holger Scholze, Börse Stuttgart TV Nachrichtenredaktion - 12.10.2017 -
Der Dow Jones schloss gestern an der Wall Street in New York auf dem neuen Rekordstand von 22.873 Punkten. Seit der jüngsten Präsidentschaftswahl hat der US-Aktienmarkt insgesamt um 5,2 Billionen US-Dollar an Marktwert gewonnen.
Der DAX zeigte sich davon heute lange unbeeindruckt. Erst am späten Nachmittag sprang der deutsche Leitindex mit einem kurzen Kraftakt erstmals in seiner Geschichte über die Marke von 13.000 Punkten. Das neue Rekordhoch liegt nun bei 13.002,34 Zählern.
Das Protokoll der US-Notenbank (Fed) offenbarte gestern Abend, dass sich die Währungshüter bei ihrer Sitzung im September ausgiebig über die Aussichten für ein Anziehen der Inflation unterhalten haben. Denn die anhaltend niedrige Teuerungsrate bereitet ihnen Sorgen. Offenbar kamen sie dabei zu dem Ergebnis, dass man bei der vorsichtigen Rücknahme der geldpolitischen Unterstützung geduldig sein müsse. Eine weitere Zinsanhebung in diesem Jahr sei wahrscheinlich trotzdem gerechtfertigt. Die Fed hat in 2017 bislang zweimal ihren Leitzins angehoben. Zuletzt im Juni. Er liegt aktuell in einer Spanne von 1,00 bis 1,25 Prozent.
Im Laufe des heutigen Tages nimmt die US-Berichtssaison etwas Fahrt auf. Besonders gespannt warten die Börsianer auf die Zwischenbilanzen der Citigroup und von JPMorgan Chase.

Lufthansa kauft großen Teil von Air Berlin

Zwei Monate nach der Insolvenz von Air Berlin ist die Übernahme eines großen Teils der Fluggesellschaft durch die Lufthansa unter Dach und Fach.
Dabei gehen voraussichtlich bis Jahresende 81 der zuletzt gut 130 Flugzeuge der Air-Berlin-Flotte an Eurowings, die Billigflugtochter des deutschen Branchenprimus. Dazu gehören dann die österreichische Tochter Niki, der Regionalflieger LGW, die beide nicht Insolvenz sind, und die 38 Maschinen, welche die Lufthansa bereits inklusive Besatzungen von Air Berlin gemietet hat.
Lufthansa-Chef Carsten Spohr setzt darauf, dass es bis Ende des Jahres grünes Licht von der EU-Kommission für die kartellrechtliche Prüfung geben werde.
Außerdem sagte er, dass man einen echten Meilenstein in der Geschichte von Lufthansa und Berlin setze. Mit der heutigen Unterschrift werde die Lufthansa-Gruppe endgültig wieder zum Heimat-Carrier für Berlin. Schließlich sei die Kranich-Airline 1926 in der Hauptstadt gegründet worden.
An der Börse wurde die Meldung positiv aufgenommen. Die Aktien der Lufthansa verteuerten sich um 2,8 Prozent auf 25,24 Euro.
 
chs/bstv - Erstellt am 12.10.2017, um 9:15 Uhr. Zuletzt aktualisiert am 12.10.2017, um 16:30 Uhr.