Nachrichten

Marktbericht · 16.07.2017 17:30 Uhr

Dax mit Mühe über 13.000 Punkten

Grafik zum DAX
Quelle: NikoNomad / Shutterstock.com
Beitrag teilen
Der Dax hält sich knapp über der psychologisch wichtigen Marke von 13.000 Punkten. Unterstützung kommt vom Euro, der nach der Wahl in Österreich und der unklaren Situation in Spanien abgerutscht ist. Rückenwind auch aus den USA

NEWS AUS DEM HANDEL 2:30min, 16. Oktober 2017, 16:42 Uhr
Die US-Börsen sind am Montag mit Kursgewinnen in die neue Woche gestartet. Starke Quartalsbilanzen könnten grundsätzlich ein guter Grund sein, um Gewinne mitzunehmen – also kein Grund zur Sorge. Die große Mehrheit der Firmen hat bislang mit ihren Bilanz für das Sommerquartal die Erwartungen der Analysten übertroffen. In den nächsten Tagen werden zahlreiche weitere Ergebnisse erwartet.
 
Der Dow-Jones-Index eröffnete mit einem Aufschlag von 0,3 Prozent auf 22.933 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 legte 0,2 Prozent auf 2558 Zähler zu. Beide Barometer erzielten ein neues Rekordniveau.
Bei den Einzelwerten standen unter anderem Netflix im Blickpunkt. Die Aktien verteuerten sich um 0,6 Prozent. Zahlen der Online-Videothek werden noch im Tagesverlauf erwartet.
Die Geschäftsaktivität des verarbeitenden Gewerbes im Großraum New York ist im Oktober wider Erwarten gestiegen. Der von der Federal Reserve Bank of New York ermittelte Index für die allgemeine Geschäftstätigkeit im verarbeitenden Gewerbe des Distrikts kletterte auf plus 30,2. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten dagegen einen Rückgang auf plus 20,0 prognostiziert. Im Vormonat hatte der Index bei plus 24,4 gelegen.
Daneben blickten Börsianer gebannt in Richtung Spanien, wo ein erstes Ultimatum der Zentralregierung in Madrid ausgelaufen. Bis zum Vormittag sollte der katalanische Regierungschef Carles Puigdemont erklären, ob er einseitig die Unabhängigkeit Kataloniens erklärt habe oder nicht.
Puigdemont hat geantwortet - sich allerdings ausweichend geäußert und Madrid hat das Ultimatum bis Donnerstag verlängert.
In Tokio zog der Nikkei-Index  um 0,5 Prozent auf 21.270 Zähler an und klettert damit auf ein 21 Jahreshoch.

Siemens Windturbinentochter geht die Luft aus

Die Siemens Windturbinen-Tochter Siemens Gamesa hat ihre Gewinn-Prognose für das abgelaufene Geschäftsjahr 2016/17 (30. September) gesenkt. Wegen Wertberichtigungen auf Lagerbestände in den USA und Südafrika erwarte der weltgrößte Windkraftanlagen-Hersteller nur noch ein Ebit von 790 Millionen Euro und eine Ebit-Marge von sieben Prozent. Zuvor hatte der Konzern ein Ebit von 900 Millionen Euro und eine Marge von acht Prozent in Aussicht gestellt. Als Grund für die Wertberichtigungen nannte Siemens Gamesa das Marktumfeld und der Preisdruck.

Volkswagen: Tesla ernstzunehmender Rivale

Volkswagen sieht in Tesla einen zunehmend wichtigen Rivalen, sagte VW-Markenchef Diess der "Automobilwoche. Tesla wird sich mit seinem innovativen Geschäftsmodell nicht nur auf das Premiumsegment beschränken, sondern seine Fähigkeiten auch auf das Volumensegment auszurollen versuchen. Strategiechef Jost sagte, VW werde Tesla in den USA früher als geplant mit einem geeigneten Modell begegnen. Allerdings scheint Tesla gerade in der Serienfertigung des Massen-Model 3 Probleme zu haben und entlässt hunderte von Mitarbeitern.